International: Studie deckt neue Mechanismen der Antibiotikaresistenz bei Mycobakterien auf
Eine im Fachjournal eLife veröffentlichte Studie hat neue Erkenntnisse über Antibiotikaresistenzmechanismen bei Mycobakterien geliefert und damit wichtige Grundlagen für zukünftige Forschungs- und Entwicklungsstrategien geschaffen.
Hintergrund und Zielsetzung
Laut der Studie steigt die globale Antibiotikaresistenz kontinuierlich, weshalb die Identifikation bislang unbekannter Resistenzmechanismen als zentral für die Vorbereitung von Gesundheitsmaßnahmen und die Entwicklung neuer Antibiotika gilt.
Methodik
Die Forschenden stellten eine Bibliothek von Arten zusammen, die die Gattung Mycobacterium repräsentieren, und bestimmten für jede Art das Antibiotikaresistenzprofil, was erstmals systematische Vergleiche über mehrere Arten hinweg ermöglichte.
Wesentliche Ergebnisse
Die Analyse zeigte, dass die intrazelluläre Anreicherung von Antibiotika nicht mit deren Wirksamkeit auf Artensebene korreliert. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Resistenz gegen Rifamycin in Mycobakterien überwiegend durch chemische Modifikation des Antibiotikums entsteht, was im Gegensatz zu den Beobachtungen bei Mycobacterium tuberculosis steht.
Entdeckung einer neuen Enzymgruppe
Im Rahmen der Untersuchung identifizierten die Autor ein bislang unbekanntes Rifamycin-inaktivierendes Enzym, das in einer breiten Palette bakterieller Gattungen vorkommt und damit ein potenzielles Ziel für zukünftige Wirkstoffentwicklungen darstellt.
Bedeutung für die Forschung
Die Ergebnisse liefern eine solide Basis für die weitere Erforschung neuartiger Determinanten der Antibiotikaresistenz und verdeutlichen den Nutzen eines artenübergreifenden Ansatzes bei der Identifikation von Resistenzfaktoren.
Ausblick
Die Studie legt nahe, dass zukünftige Forschungsprogramme die identifizierten Enzyme und Modifikationsmechanismen gezielt untersuchen sollten, um wirksame Gegenstrategien zu entwickeln.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von eLife, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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