Eine Untersuchung im Isingiro-Distrikt, Uganda, hat die Verhaltensdeterminanten für die Meldung von Viehabort im Zusammenhang mit Rift-Valley-Fieber (RVF) analysiert. Ziel war es, Hindernisse und Anreize zu identifizieren, um die Frühwarnsysteme für das Virus zu verbessern. Die Studie nutzte das COM‑B‑Modell, um Fähigkeit, Gelegenheit und Motivation der Akteure zu bewerten.
Methodik
Forscher führten 29 Leitinterviews mit nationalen und regionalen Entscheidungsträgern sowie 17 Fokusgruppendiskussionen mit Viehhaltern, Schlachthofbetreibern und lokalen Führungspersonen durch. Die Transkripte wurden deduktiv thematisch mit NVivo‑12 ausgewertet, wobei unabhängige Codierungen und Mitgliedskontrollen die Validität sicherstellten.
Hauptbarrieren
Die am häufigsten genannte Barriere war ein mangelndes Wissen der Gemeinschaft über RVF. Zusätzlich wirkte das Fehlen von Rückmeldungen nach einer Meldung als starker Demotivator, da Reporter keinen Nutzen ihrer Meldung erkannten.
Fördernde Faktoren
Erleichternde Elemente umfassten die Nutzung von Mobiltelefonplattformen, etablierte lokale Governance‑Strukturen und die Angst vor wirtschaftlichen und kulturellen Verlusten, die durch unbehandelte Ausbrüche entstehen können.
Empfehlungen für Interventionen
Die Autoren schlagen vor, Meldesysteme in bestehende elektronische Überwachungsplattformen Ugandas zu integrieren, lokale Bezeichnungen für RVF gemeinsam mit den Gemeinden zu entwickeln und zuverlässige Feedback‑Mechanismen einzurichten. Weitere Maßnahmen beinhalten die Schließung von Veterinärpersonallücken in abgelegenen Gebieten und die Einführung von meldungsfreien, nicht‑beschuldigenden Protokollen.
Schlussfolgerungen
Eine nachhaltige Meldung von Viehabort erfordert gleichzeitige Interventionen in den Bereichen Fähigkeit, Gelegenheit und Motivation. Durch die Stärkung vorhandener Gemeinschaftsstrukturen und die Gewährleistung einer responsiven Rückmeldung kann die RVF‑Überwachung effektiver gestaltet werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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