Studie in Uganda zeigt niedrige Medikamentenversorgung bei psychisch Kranken und deren Bewältigungsstrategien
Eine Beobachtungsstudie mit 385 psychisch kranken Patient im ambulanten Bereich eines nationalen Krankenhauses in Kampala, Uganda, hat ergeben, dass nur 42,60 % der Befunde vollständig mit Medikamenten versorgt wurden, wobei die durchschnittliche Erfüllungsrate bei 66,36 % lag.
Studienaufbau
Die Forscher wählten ein querschnittliches Design und sammelten Daten mittels Checkliste und Fragebogen. Die Stichprobe wurde durch systematisches Zufallsverfahren ermittelt. Analysen erfolgten mit SPSS Version 29, wobei numerische Variablen als Mittelwert und Standardabweichung und kategoriale Variablen als Häufigkeiten und Prozentsätze dargestellt wurden.
Ergebnisse zur Medikamentenversorgung
Die meisten Patient waren von Medikamentenengpässen betroffen. Nur ein kleiner Teil erhielt die verordneten Präparate vollständig, während der Rest nur teilweise versorgt wurde.
Bewältigungsstrategien der Patient
Die am häufigsten genannten Strategien umfassten den Eigenkauf von Medikamenten in Apotheken, das Wiederaufsuchen des Krankenhauses zu einem späteren Zeitpunkt, das Auslassen einzelner Dosen sowie die Anwendung nicht verordneter pflanzlicher Mittel.
Unerwünschte Folgen
Die häufigsten negativen Konsequenzen dieser Strategien waren eine Verschlechterung der Symptome, Schlafstörungen und ein erneutes Auftreten von Krankheitszeichen.
Implikationen
Die Forscher schließen, dass die häufigen Engpässe bei Medikamenten die niedrige Erfüllungsrate erklären und Patient dazu veranlassen, alternative Behandlungsmethoden zu nutzen, die das Therapieergebnis und die Sicherheit gefährden können.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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