USA: Studie zur Akzeptanz von KI im Modedesign
Eine aktuelle Untersuchung mit 318 chinesischen Modedesignern zeigt, dass die wahrgenommene Kompetenz den stärksten Einfluss auf die Absicht hat, Künstliche‑Intelligenz‑basierte Gestaltungstools zu verwenden. Die Analyse basiert auf dem Stimulus‑Organism‑Response‑Modell (SOR) in Kombination mit der Selbstbestimmungstheorie (SDT).
Methodik und Stichprobe
Forscher Ma und Yang sammelten vollständige Datensätze von 318 Praktikern, die alle 21 Messitems beantworteten. Die Auswertung erfolgte mittels Partial Least Squares Structural Equation Modeling (PLS‑SEM), um Zusammenhänge zwischen Stimuli, psychologischen Grundbedürfnissen und Verhaltensabsicht zu prüfen.
Einfluss von Risikowahrnehmung
Die Ergebnisse belegen, dass die wahrgenommene Gefahr im Zusammenhang mit KI‑gestütztem Design die Erfüllung der Grundbedürfnisse Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit negativ beeinflusst.
Rolle von sozialem Einfluss und Rahmenbedingungen
Im Gegensatz dazu steigern sozialer Einfluss und günstige Rahmenbedingungen (facilitating conditions) die genannten psychologischen Bedürfnisse signifikant.
Bedürfnisse als Mediatoren
Alle drei Bedürfnisse – Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit – wirken sich positiv auf die Absicht aus, KI‑Tools zu nutzen. Die Kompetenz weist dabei mit einem Regressionskoeffizienten von β = 0,520 (p < 0,001) den größten Einfluss.
Indirekte Effekte und Implikationen
Bootstrapped‑Analysen bestätigten neun spezifische indirekte Pfade von den Stimuli über die Bedürfnisse zur Verhaltensabsicht. Die Autoren schließen daraus, dass gezielte Maßnahmen zur Risikominimierung, Stärkung sozialer Netzwerke und Optimierung technischer Rahmenbedingungen die Akzeptanz von KI im Modedesign fördern können. Praktische Empfehlungen umfassen verbesserte Urheberrechtsrichtlinien, gezielte Schulungen und intensivere Zusammenarbeit zwischen Designern und KI‑Entwicklern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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