USA: Studie prüft Wirkung einer motivierenden Intervention auf Bewegung und Körperbild bei Studentinnen
Studienziel
Eine randomisierte kontrollierte Studie untersucht die Wirksamkeit einer psychoedukativen Intervention, die auf der Selbstbestimmungstheorie basiert und funktionale Körperbildstrategien einsetzt, um die autonome Motivation für Bewegung und das psychische Wohlbefinden von jungen Frauen im Gesundheitsstudium zu verbessern.
Hintergrund
Körperliche Inaktivität, maladaptive Bewegungsmotive und Sorgen um das Körperbild gelten als verbreitet unter jungen erwachsenen Frauen und stehen in Zusammenhang mit vermindertem psychischem Wohlbefinden sowie erhöhtem Risiko für Essstörungen.
Methodik
Im Rahmen des Projekts werden 18‑ bis 25‑jährige Studentinnen der Fachrichtung Gesundheitswissenschaften nach einer Erstuntersuchung zufällig im Verhältnis 1:1 einer Interventionsgruppe oder einer Wartelisten‑Kontrollgruppe zugeteilt.
Intervention
Die Interventionsgruppe erhält sechs Präsenz‑Gruppensitzungen, die Autonomie‑unterstützende Strategien, kompetenzfördernde Aktivitäten und Inhalte zum funktionalen Körperbild umfassen, wobei der Fokus auf den Fähigkeiten des Körpers statt auf dem äußeren Erscheinungsbild liegt.
Ergebnisparameter
Der primäre Endpunkt ist die autonome Motivation für Bewegung, gemessen mit dem Behavioral Regulation in Exercise Questionnaire‑3 und operationalisiert durch den Relative Autonomy Index zum Zeitpunkt der sechs‑monatigen Nachuntersuchung. Zu den sekundären Endpunkten zählen die Befriedigung und Frustration der Grundbedürfnisse, das Ausmaß körperlicher Aktivität, ein positives Körperbild und das Risiko von Essstörungen.
Datenanalyse
Die Daten werden mittels Mixed‑Model‑Analyse für wiederholte Messungen im Rahmen eines Intent‑to‑Treat‑Ansatzes ausgewertet, um sowohl Messwiederholungen als auch fehlende Werte zu berücksichtigen. Mediationsanalysen prüfen, ob Veränderungen in der autonomen Motivation die Effekte der Intervention auf körperliche Aktivität, positives Körperbild und Essstörungsrisiko vermitteln.
Bedeutung
Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, ob ein integriertes, theoriegeleitetes Programm, das Motivation und Körperbild gleichzeitig adressiert, die psychische Gesundheit und das Bewegungsverhalten junger Frauen nachhaltig verbessern kann.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von journals.plos.org, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
Ende der Uebertragung