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Studie verknüpft implizite Führungstheorien mit Mitarbeiterstimme
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AI GENERATED 11.06.2026 • 21:05 Wissenschaft und Forschung

Studie verknüpft implizite Führungstheorien mit Mitarbeiterstimme

Forscher Ziyi Zhang und Michael P. Haselhuhn haben in einer im Fachjournal PLOS ONE veröffentlichten Untersuchung den Zusammenhang zwischen Überzeugungen über die Veränderbarkeit von Führungseigenschaften und dem Sprachverhalten von Beschäftigten im Unternehmen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Annahme, Führung sei entwickelbar, die Bereitschaft der Beschäftigten erhöht, ihre Stimme im Arbeitsumfeld zu erheben.

Hintergrund der Forschung

In den letzten Jahren hat die Forschung das Konzept des „Growth Mindset“ in vielen Bereichen hervorgehoben, jedoch blieb die Anwendung dieses Ansatzes auf Führung bislang weitgehend unbeachtet. Die vorliegende Arbeit erweitert die impliziten Theorien um den Bereich der Führung und prüft, wie diese Überzeugungen das Kommunikationsverhalten von Beschäftigten beeinflussen.

Implizite Theorien der Führungs­malleabilität (ITLM)

Die Autoren führen den Begriff „Implicit Theories of Leadership Malleability“ (ITLM) ein, der beschreibt, ob Führungskräfte als festgelegt oder veränderbar wahrgenommen werden. Diese Sichtweise wird als möglicher Treiber für die Entscheidung der Beschäftigten angesehen, ob und wie sie ihre Meinung, Ideen oder Bedenken äußern.

Methodik und Stichprobe

In vier eigenständigen Studien wurden insgesamt mehrere hundert Beschäftigte aus unterschiedlichen Branchen befragt. Die Probanden beantworteten standardisierte Fragebögen zu ihren Überzeugungen über die Veränderbarkeit von Führung sowie zu ihrem bisherigen Kommunikationsverhalten am Arbeitsplatz.

Die Analyse ergab, dass ein stärker ausgeprägter Glaube an die Veränderbarkeit von Führungseigenschaften signifikant mit einer höheren Frequenz von Sprachverhalten korreliert. Dieser Zusammenhang wird durch die wahrgenommene Wirksamkeit der eigenen Stimme vermittelt, das heißt, Beschäftigte, die glauben, dass ihre Äußerungen Wirkung zeigen, sprechen häufiger.

Zusätzlich stellte die Untersuchung fest, dass der Effekt besonders ausgeprägt ist, wenn die Stimme auf Verbesserungen und Wachstum abzielt (promotive Stimme). Im Vergleich dazu ist die Beziehung zwischen ITLM und Stimmen, die darauf abzielen, Fehler zu vermeiden (prohibitive Stimme), weniger stark ausgeprägt.

Die Autoren schließen daraus, dass die Wahrnehmung von Führung als entwickelbar nicht nur das Engagement der Beschäftigten fördert, sondern auch die Qualität der organisationalen Kommunikation verbessert. Unternehmen könnten demnach von Trainingsprogrammen profitieren, die die Flexibilität von Führung betonen, um ein offenes Kommunikationsklima zu stärken.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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