Im Jahr 2018 wurden 907 Grundschüler im Alter von sieben bis elf Jahren an 30 Schulen in Jamaika befragt, um den Zusammenhang zwischen dem schulischen Umfeld und dem Konsum von zuckerhaltigen sowie ungesüßten Getränken zu untersuchen.
Hintergrund
Zuckerhaltige Getränke zählen zu den stark verarbeiteten Lebensmitteln und werden von Kindern in Jamaika häufig konsumiert. Da Kinder einen großen Teil ihrer Zeit in der Schule verbringen, kann das schulische Umfeld maßgeblich ihr Trinkverhalten beeinflussen.
Methodik
Die Befragung erfasste demografische Daten, ernährungsbezogene Vorlieben, Wissen und Konsummuster. Parallel dazu wurden Audits der Schulumgebung durchgeführt, die interne Faktoren (z. B. Klassenregeln, Schulpolitik) und externe Faktoren (z. B. Verkaufsstände in der Umgebung) dokumentierten. Für die Auswertung wurde ein zweistufiges Modell verwendet, das zunächst die Wahrscheinlichkeit des Konsums und anschließend das konsumierte Volumen analysierte. Beide Modellstufen berücksichtigten sowohl kindbezogene Merkmale als auch schulische Umfeldvariablen.
Ergebnisse – Konsumverhalten
Die deskriptive Analyse zeigte, dass 20,9 % der befragten Schüler kein Wasser konsumierten und 19,8 % keine ungesüßten Getränke zu sich nahmen. Der Konsum von zuckerhaltigen Getränken war weit verbreitet.
Ergebnisse – Einflussfaktoren
Kindbezogene Faktoren trugen zur Modellierung aller Getränketypen bei. Externe schulische Umfeldmaße erwiesen sich als hochsignifikant für das Modell zu zuckerhaltigen Getränken, wobei sie gemeinsam mit dem konsumierten Volumen korrelierten. Der Konsum von ungesüßten Getränken wurde stärker von internen schulischen Faktoren wie Klassenregeln, schulweiten Richtlinien und dem inneren Umfeld beeinflusst.
Implikationen für die Schulpolitik
Die Resultate unterstützen die Aufnahme von Getränkeregelungen in die kürzlich verabschiedete nationale Schulernährungspolitik Jamaikas. Dabei wird empfohlen, ungesüßte Getränke zu fördern und gleichzeitig den Anreiz für zuckerhaltige Getränke zu verringern.
Ausblick
Um die Empfehlungen umzusetzen, könnten Schulen klare Klassenregeln etablieren
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