International: Studie zeigt geringe Reaktion auf Hitzewarnungen in England
Ergebnisse der Befragung
Eine aktuelle Studie des Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit der Vereinten Nationen hat ergeben, dass trotz breiter Verbreitung von Amber‑Hitzewarnungen ein erheblicher Teil der erwachsenen Bevölkerung in England keine Schutzmaßnahmen ergreift. Sieben von zehn erwachsenen Befragten gaben an, eine offizielle Hitzewarnung gesehen zu haben, doch 41 % von ihnen unternahmen keinerlei Gegenmaßnahmen.
Wahrnehmung von Hitzerisiken
Nur 18 % der Befragten schätzten ihr persönliches Risiko durch Hitze als hoch ein, während rund 30 % angaben, wenig bis gar nichts über geeignete Schutzmaßnahmen zu wissen. Die Studie basierte auf den Antworten von 1.097 erwachsenen Personen sowie 29 Fachleuten, die in der Hitzekommunikation tätig sind.
Vertrauen in Informationsquellen
Social‑Media, das zentrale Verbreitungsmedium für die Warnungen, wurde insbesondere von älteren Erwachsenen als wenig vertrauenswürdig eingestuft. Dieses Vertrauen‑Defizit trägt nach Ansicht der Forschenden dazu bei, dass die Warnungen nicht zu Verhaltensänderungen führen.
Hitzerekorde und Warnungen
Im Sommer 2026 erreichte die Temperatur in Lingwood, Strumpshaw Hill, am 26. Juni vorläufig 37,7 °C und brach damit einen seit 1976 bestehenden Juni‑Rekord. Am 13. August wurde in Kew Gardens ein vorläufiges Maximum von 38,1 °C gemessen – der heißeste Tag des Jahres, jedoch noch unter dem britischen August‑Rekord von 38,5 °C aus dem Jahr 2003. Während dieser Phase wurden mehrere Amber‑Warnungen ausgegeben, gefolgt von einer zweiten Rot‑Warnung im Juni.
Expertenkommentare
Dr. Mehri Khosravi, leitende Autorin der Studie, erklärte: „Hitze wird nach wie vor als gutes Wetter wahrgenommen oder als ein Phänomen, das nur die sehr Alten und sehr Kranken betrifft.“ Professor Kaveh Madani, Direktor des Instituts und Mitautor, ergänzte: „England hat die eine Hälfte eines Hitzeplans gut umgesetzt, die andere Hälfte, die das tägliche Leben der Menschen betrifft, fehlt noch.“
Handlungsempfehlungen
Der Bericht empfiehlt, die Hitzebeständigkeit in Wohnungs‑ und Planungspolitik zu verankern, Bauvorschriften stärker zu kontrollieren und vertrauenswürdige lokale Vermittler wie Bibliotheken, Glaubensgemeinschaften und soziale Pflegedienste stärker in die Alarmierung einzubeziehen. Diese Maßnahmen sollen die Lücke schließen, die digitale Warnungen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen hinterlassen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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