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AI GENERATED 22.12.2025 • 19:45 Wissenschaft & Forschung

Studie zeigt stark variierende Adipositasraten und erhebliche Geschlechterunterschiede in Afrika

USA: Studie zur Adipositasprävalenz in Afrika

Eine aktuelle Querschnittsstudie hat die Prävalenz von Adipositas bei Erwachsenen in 47 afrikanischen Ländern ermittelt und dabei geschlechtsspezifische Unterschiede hervorgehoben. Die Analyse basiert auf national repräsentativen, nach Geschlecht aufgeschlüsselten Daten des WHO Health Equity Assessment Toolkit für das Jahr 2022. Ziel war es, das Ausmaß der geschlechtsspezifischen Disparitäten zu quantifizieren und damit Grundlagen für gezielte gesundheitspolitische Maßnahmen zu schaffen.

Gesamtüberblick über die Prävalenz

Die Ergebnisse zeigen, dass die Adipositasrate bei Erwachsenen stark variiert. Südafrika weist mit 30,8 % die höchste Prävalenz auf, gefolgt von Eswatini (30,1 %) und Seychellen (29,4 %). Im Gegensatz dazu liegen die Raten in Äthiopien bei 2,8 %, in Madagaskar bei 4,3 % und in Eritrea bei 4,8 %. Diese Zahlen verdeutlichen die heterogene Verteilung des Risikos über den Kontinent.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

In nahezu allen untersuchten Ländern liegt die Adipositasrate bei Frauen deutlich über der bei Männern. In Südafrika beträgt die weibliche Rate 45,8 % im Vergleich zu 13,9 % bei Männern, was einer Differenz von 31,8 Prozentpunkten entspricht. Weitere Länder mit großen Unterschieden sind Eswatini (28,8 % Punkte), Mauretanien (26,1 % Punkte), Lesotho (24,2 % Punkte), Äquatorialguinea (21,8 % Punkte) und Seychellen (19,4 % Punkte). Nur in wenigen Staaten, darunter Burundi, Tschad und Madagaskar, ist die Differenz gering oder leicht zu Gunsten der Männer.

Interpretationsrahmen der Autoren

Die Autoren verweisen darauf, dass die beobachteten Disparitäten durch sozioökonomische, kulturelle und biologische Faktoren beeinflusst werden könnten, darunter Urbanisierung, Ernährungsumstellungen und geschlechtsspezifische Normen. Sie betonen, dass die Ergebnisse den Bedarf an kontextbezogenen, geschlechtssensiblen Interventionen unterstreichen.

Implikationen für die Gesundheitspolitik

Auf Basis der Befunde wird empfohlen, multisektorale Strategien zu fördern, die gesunde Ernährung und körperliche Aktivität unterstützen und gleichzeitig geschlechtsspezifische Barrieren adressieren. Die Autoren fordern zudem verstärkte Überwachung und Forschung, um die Determinanten von Adipositas genauer zu verstehen und Fortschritte bei der Reduktion von Ungleichheiten zu messen.

Methodische Grundlagen

Die Studie verwendet einen deskriptiven, querschnittlichen Ansatz und schließt Erwachsene ab 18 Jahren ein, für die aktuelle Daten vorlagen. Die primäre Kennzahl ist die Länder‑bezogene Prävalenz von Adipositas (BMI ≥ 30), getrennt nach Geschlecht. Die sekundäre Kennzahl ist die absolute Differenz zwischen den Prävalenzen von Frauen und Männern innerhalb jedes Landes.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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