USA: Studie zu Lehrerhaltungen gegenüber Typ‑1‑Diabetes‑Schülern
Eine im PLOS ONE veröffentlichte Untersuchung hat die Einstellungen von Lehrern an öffentlichen Kindergärten und Grundschulen im spanischen Municipio San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria gegenüber der Betreuung von Schülern mit Typ‑1‑Diabetes (T1DM) analysiert. Von den 264 adressierten Lehrkräften nahmen 126 an der Befragung teil, was einer Rücklaufquote von 47,72 % entspricht.
Hintergrund
Typ‑1‑Diabetes ist die häufigste chronische endokrine Erkrankung im Kindesalter. Die Studie zielte darauf ab, mögliche Vorurteile und Einstellungen von Lehrkräften zu erfassen, um die schulische Versorgung von betroffenen Kindern zu verbessern.
Methodik
Es handelte sich um eine deskriptive Querschnittsstudie, bei der das validierte Instrument „Teacher Negative Attitudes Index toward the Care of Students with Type 1 Diabetes Mellitus“ (INAPAD‑18) eingesetzt wurde. Das Instrument liefert einen numerischen Wert, wobei niedrigere Werte positivere Einstellungen widerspiegeln.
Ergebnisse
Insgesamt gaben 15,87 % der befragten Lehrer an, derzeit Schüler mit T1DM zu betreuen. Die durchschnittliche Berufserfahrung im Umgang mit betroffenen Schülern betrug 3,77 Jahre (Spanne 0–35 Jahre). Der Anteil weiblicher Befragter lag bei 84,12 %. Der durchschnittliche INAPAD‑18‑Score betrug 47,02 (Skala 18–90). Männer erzielten leicht niedrigere Werte, jedoch war der Unterschied statistisch nicht signifikant (p > 0,05).
Interpretation
Die Resultate deuten auf insgesamt günstige Einstellungen der Lehrer gegenüber der Versorgung von T1DM‑Schülern hin, wobei die Scores im unteren bis mittleren Bereich liegen. Gleichzeitig wurden leichte Defizite in der Ausbildung und Wahrnehmung von spezifischen Bedürfnissen festgestellt, was mit früheren Studien vergleichbar ist.
Schulspezifische Befunde
Die Schulen Juan Grande und Las Dunas wiesen die positivsten INAPAD‑18‑Werte auf, was auf besonders förderliche Haltungen in diesen Einrichtungen schließen lässt.
Handlungsempfehlungen
Die Autoren empfehlen die Einführung gezielter Fortbildungsmaßnahmen für Lehrer, um vorhandene Defizite zu schließen und die Betreuung von T1DM‑Schülern weiter zu optimieren.
Einschränkungen
Die Stichprobengröße erreichte nicht die für statistische Repräsentativität erforderliche Größe, was die Generalisierbarkeit der Ergebnisse einschränkt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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