Studie zeigt: Ultra-Endurance-Sport kann bei Typ-1-Diabetes zu persönlichem Wachstum und sozialer Sichtbarkeit beitragen
Frankreich: Studie über Typ-1-Diabetes und Ultra-Endurance-Sport
Eine aktuelle Studie, die im Journal PLOS ONE veröffentlicht wurde, untersucht die Erfahrungen von Menschen mit Typ-1-Diabetes, die am Ultra-Endurance-Sport teilnehmen. Die Forscher fanden heraus, dass dieser Sport eine einzigartige Gelegenheit für die Rekonstruktion der Identität und die Selbstbestätigung bietet.
Methodik und Ergebnisse
Die Studie verwendete einen qualitativen Ansatz basierend auf der konstruktivistischen Grounded Theory. Die Forscher führten 13 halbstrukturierte Interviews mit französischsprachigen Erwachsenen durch, die an Typ-1-Diabetes litten und mindestens einen Marathon oder Ultra-Endurance-Wettbewerb absolviert hatten. Die Daten wurden induktiv analysiert, und vier Hauptthemen wurden identifiziert: (1) ein progressives Akzeptanzprozess, (2) die Ambivalenz, krank zu sein, (3) die mentale Belastung durch die Diabetes-Bewältigung und (4) der Sport als transformatorischer Raum für Selbstbestätigung, Widerstandsfähigkeit und Advocacy.
Fazit
Die Studie zeigt, dass Ultra-Endurance-Sport eine einzigartige Gelegenheit für Menschen mit Typ-1-Diabetes bietet, ihre Identität zu rekonstruieren und sich selbst zu bestätigen. Der Sport kann als transformatorischer Raum dienen, in dem die Teilnehmer ihre Krankheit neu bewerten und ihre Agency wiedererlangen können. Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die Bedeutung, erfahrungsbasiertes Wissen in der chronischen Krankheitsbewältigung anzuerkennen und fordern eine inklusivere, patientenzentrierte Herangehensweise in der Gesundheitsversorgung und Forschung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0.
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