USA: Studien liefert einheitliche Definitionen für die Akzeptanz des Klimawandels bei Studierenden
Eine aktuelle Untersuchung von Jessica R. Duke und Emily A. Holt, veröffentlicht in PLOS ONE, definiert zum ersten Mal einheitlich die Akzeptanz des Klimawandels für Studierende der Naturwissenschaften. Die Autoren betonen, dass bislang keine standardisierte Definition existierte, was den Vergleich von Forschungsergebnissen erschwerte und bildungspolitische Bemühungen behinderte.
Hintergrund der Forschung
Die Studie adressiert die Lücke, dass Klimawandel in vielen Lehrplänen als zentrales Thema gilt, jedoch die Akzeptanz der Lernenden dabei vernachlässigt wird. Ohne ein klares Verständnis der Akzeptanz sei es schwierig, geeignete Lehrmethoden zu entwickeln.
Methodik
Die Autoren kombinierten Daten aus drei Quellen: ein vorläufiges Rahmenwerk von 14 Konstrukten, das aus einer Scoping‑Review von 523 Artikeln abgeleitet wurde, eine Pilotbefragung unter Studierenden und vier iterative Runden von Interviews und Befragungen mit insgesamt 210 Expertinnen und Experten aus Biologie, Chemie und Geowissenschaften.
Ergebnis: Zwei Definitionen
Nach Abschluss des Delphi‑Verfahrens einigten sich die Teilnehmenden auf zwei konsistente Definitionen. Die „Anthropogene Definition“ betont das Auftreten des Klimawandels und die menschliche Ursache, während die „Anthropogene + Mechanistische Definition“ zusätzlich die physikalischen Mechanismen von Temperaturveränderungen und Treibhausgasen einbezieht.
Bedeutung für die Lehre
Die Autoren argumentieren, dass die Wahl zwischen den beiden Definitionen vom jeweiligen Bildungskontext oder vom akademischen Niveau der Studierenden abhängen könne. Sie empfehlen, die passende Definition gezielt in Lehrplänen zu verankern, um die Wirksamkeit von Bildungsmaßnahmen zu erhöhen.
Ausblick und Anwendung
Die vorliegenden Definitionen sollen als Referenz für zukünftige Messinstrumente dienen und Forschern ermöglichen, Ergebnisse besser zu vergleichen. Weiterhin könnten Bildungseinrichtungen die Definitionen nutzen, um gezielte Interventionsprogramme zu entwickeln, die die Akzeptanz des Klimawandels nachhaltig stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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