Hintergrund
Ein Voll‑Thickness‑Makulalöcher (FTMH) betrifft das zentrale Sehfeld und führt zu Sehverschlechterung sowie Metamorphopsie. Obwohl die operative Schließung des Defekts in den meisten Fällen gelingt, bleibt die funktionelle Wiederherstellung der Sehschärfe unvorhersehbar.
Zielsetzung
Forscher planen, die Aussagekraft von strukturellen OCT‑Biomarkern, die vor dem Eingriff erfasst werden, für das postoperative Sehschärfe‑Ergebnis zu prüfen. Das Ziel ist, verlässliche Indikatoren zu finden, die die Patientenberatung und die Wahl des Operationsverfahrens unterstützen.
Methodik
Ein systematischer Suchlauf wird in den Datenbanken PubMed, EMBASE, Cochrane Library und Web of Science von deren Beginn an durchgeführt. Eingeschlossen werden Studien, die baseline OCT‑Parameter als Prädiktoren für das Sehschärfe‑Ergebnis nach FTMH‑Operation untersuchen und mindestens drei Monate Nachbeobachtung bieten.
Datenanalyse
Die gesammelten Daten sollen mittels Random‑Effects‑Meta‑Analyse zusammengefasst werden. Die primären Endpunkte umfassen die Sehschärfe‑Messungen zu 3, 6, 12 und 24 Monaten nach der Operation. Die Evidenzstärke wird nach dem GRADE‑Verfahren bewertet.
Erwartete Bedeutung
Die Ergebnisse könnten Aufschluss darüber geben, welche OCT‑Merkmale eine günstige visuelle Rehabilitation vorhersagen und damit die individuelle Prognoseeinschätzung verbessern. Zudem könnten sie Hinweise darauf liefern, welche chirurgischen Techniken bei bestimmten OCT‑Profilen besonders erfolgversprechend sind. Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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