In einer aktuellen Untersuchung haben Forscher gezeigt, dass Tanshinon IIA (TSA) die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert und gleichzeitig Anzeichen von Cuproptose in einem Rattenmodell der vaskulären Demenz (VaD) reduziert. Die Studie wurde von Hongxiao Lv, Xinyu Yang, Yutong Liu, Junwei Zhou und Wentao Yu durchgeführt und veröffentlicht in PLOS ONE.
Versuchsaufbau im Tiermodell
Zur Erzeugung von VaD wurde bei den Tieren eine permanente bilaterale Ligatur der gemeinsamen Karotisarterien (2-VO) durchgeführt. Anschließend erhielten die Ratten eine Behandlung mit TSA. Die kognitive Beeinträchtigung wurde mittels Morris-Wasser-Maze-Test beurteilt, während neuronale Schädigungen durch Hämatoxylin‑Eosin‑ und Nissl‑Färbung im Hippocampus sichtbar gemacht wurden. Zusätzlich wurden die mitochondriale Ultrastruktur per Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) und die Expression von cuproptose‑bezogenen Proteinen (SLC31A1, FDX1, LIAS, DLAT) durch Western‑Blot analysiert.
Ergebnisse im Tiermodell
Die Autoren berichten, dass TSA die kognitive Dysfunktion signifikant milderte und die neuronale Integrität im Hippocampus schützte. Auf molekularer Ebene wurden die durch VaD induzierten Veränderungen der cuproptose‑bezogenen Proteine rückgängig gemacht, wobei insbesondere das SLC31A1/FDX1‑Signal moduliert wurde.
In‑vitro‑Untersuchungen
Parallel dazu etablierten die Forscher ein Sauerstoff‑Glukose‑Deprivation/Reoxygenations‑Modell (OGD/R) in HT‑22‑Zellen, um die zellulären Effekte von TSA zu prüfen. Die Behandlung mit TSA erhöhte die Zellviabilität, senkte die intrazellulären reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und verringerte die Kupferansammlung, wie durch Coppersensor‑1‑Färbung nachgewiesen wurde.
Mechanistische Erkenntnisse
Laut den Resultaten wirkt TSA neuroprotektiv, indem es die Kupfer‑Überladung reduziert, oxidative Belastungen mindert und die mitochondriale Struktur bewahrt. Die Modulation des SLC31A1/FDX1‑Achsen wird dabei als zentraler Mechanismus für die Hemmung der Cuproptose angesehen.</p
Ende der Uebertragung