Eine randomisierte kontrollierte Studie hat gezeigt, dass transkutane aurikuläre Vagusnervstimulation (taVNS) in Kombination mit wiederholender fördernder Übung (RFE) die motorische Funktion der unteren Extremitäten von Patienten mit intrazerebraler Blutung signifikant verbessert.
Studienaufbau und Teilnehmer
Insgesamt wurden sechzig Patienten, die nach einer intrazerebralen Blutung an einer halbseitigen Lähmung litten, nach dem Zufallsprinzip einer Versuchsgruppe (n = 30) oder einer Kontrollgruppe (n = 30) zugeordnet. Die Versuchsgruppe erhielt echte taVNS zusammen mit RFE, während die Kontrollgruppe ein Schein‑taVNS‑Protokoll in Kombination mit derselben Übungstherapie erhielt.
DurchgefĂĽhrte Messungen
Vor und nach einer sechswöchigen Behandlungsphase wurden die funktionellen Fähigkeiten mittels Fugl‑Meyer‑Assessment für die unteren Extremitäten (FMA‑LE), der Functional Ambulation Category (FAC) und einer dreidimensionalen Ganganalyse erfasst. Letztere lieferte kinematische Parameter des Beckens während des Gehzyklus.
Ergebnisse beider Gruppen
Nach Abschluss der Intervention verbesserten sowohl Versuchs‑ als auch Kontrollgruppe signifikant die Werte im FMA‑LE, FAC, Schrittlänge, maximalen Hüftstreckungswinkel und Hüftgelenkmoment (alle P < 0,05). Diese Verbesserungen bestätigen, dass die kombinierte Therapie grundsätzlich wirksam ist.
Ăśberlegenheit der echten Stimulation
Im direkten Vergleich erzielte die Versuchsgruppe höhere Werte als die Kontrollgruppe bei FMA‑LE (t = 3,233, P = 0,002), FAC (t = 2,868, P = 0,006), Schrittlänge (t = 3,077, P = 0,003) und maximalem Hüftstreckungswinkel (t = 2,682, P = 0,010). Für das maximale Hüftgelenkmoment zeigte sich kein signifikanter Unterschied (t = ‑0,212, P = 0,833).
Sicherheit und Studienregistrierung
Während der gesamten Studiendauer traten keine unerwünschten Ereignisse auf, und es gab keine Abbruchrate. Der Versuchsplan wurde vorab im Chinese Clinical Trial Registry (ChiCTR2500106064) registriert.
Bedeutung fĂĽr die Rehabilitation
Die Forscher schließen daraus, dass die Kombination aus taVNS und RFE eine effektive Ergänzung zu herkömmlichen Rehabilitationsmaßnahmen bei Patienten nach einer intrazerebralen Blutung darstellen kann. Weitere Langzeitstudien seien erforderlich, um die Nachhaltigkeit der Effekte zu prüfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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