UN: Todeszahl nach Erdbeben in Venezuela steigt ĂĽber 1.400, internationale Rettungsteams im Einsatz
Mehr als 2.000 Rettungsarbeiter aus 27 Ländern wurden nach den verheerenden Doppelbeben vom 24. Juni nach Norden Venezuelas entsandt, um nach Überlebenden zu suchen. Die Vereinten Nationen koordinieren den Einsatz, während die Behörden die Zahl der Toten auf mindestens 1.430 und die Verletzten auf 3.238 bestätigen.
Internationale Rettungsteams im Einsatz
Insgesamt 44 städtische Such‑ und Rettungsteams (USAR) haben 2.245 Fachkräfte und 140 Spürhunde bereitgestellt. Zu den beteiligten Nationen zählen Argentinien, Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Mexiko, Panama, Peru, die Dominikanische Republik, Deutschland, Tschechien, Spanien, die Vereinigten Staaten, Frankreich, Italien, Jordanien, Litauen, die Niederlande, Katar, das Vereinigte Königreich, Serbien, Syrien, die Schweiz und die Türkei.
Ausmaß der Schäden
Eine vorläufige Satellitenbewertung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) schätzt die direkten physischen Schäden auf 6,7 Milliarden US‑Dollar, etwa sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Bandbreite der Verluste liegt zwischen 4,7 Milliarden und 8,7 Milliarden US‑Dollar und umfasst Schäden an Wohngebäuden und wirtschaftlichen Vermögenswerten, jedoch nicht die Infrastruktur oder langfristige Wiederaufbaukosten.
Betroffene Regionen und Bevölkerung
Die Beben erreichten Magnituden von 7,2 und 7,5 und wurden in den Bundesstaaten La Guaira, Carabobo, Miranda, Yaracuy und Aragua sowie in der Hauptstadt Caracas wahrgenommen. Laut UNDP waren rund 8,6 Millionen Menschen moderaten bis schweren Erschütterungen ausgesetzt, davon etwa 2,1 Millionen den stärksten Beben. Schätzungen gehen von 1,7 Millionen betroffenen Gebäuden aus.
Stromausfälle und Infrastruktur
Satellitendaten zeigen in den genannten Gebieten eine Reduktion der nächtlichen Beleuchtung, was auf mögliche Stromausfälle in Teilen von Carabobo, La Guaira, Caracas und Aragua hindeutet.
Bewertung durch UNDP
„Die Geschwindigkeit und Genauigkeit erster Bewertungen sind entscheidend für eine wirksame Reaktion“, erklärte Luis Francisco Thais, UNDP‑Residentenvertreter in Venezuela. „Werkzeuge wie RAPIDA ermöglichen uns, schneller evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen und betroffene Gemeinschaften zu unterstützen.“
Koordination und weitere MaĂźnahmen
Das Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat seine Notfallmechanismen aktiviert und unterstützt weiterhin die Ankunft sowie die Koordination der internationalen Teams. Höherauflösende Satellitenbilder werden ausgewertet, um die Zahl der Opfer, die Vertreibung und den Wiederaufbaubedarf genauer zu bestimmen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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