USA: TyG-Index mit höherer Wahrscheinlichkeit für Mikroalbuminurie bei chinesischen Erwachsenen verbunden
Eine aktuelle Querschnittsanalyse von 33.416 erwachsenen Personen aus acht regionalen Zentren in China hat gezeigt, dass ein erhöhter Triglycerid‑Glukose‑Index (TyG) mit einer signifikant höheren Wahrscheinlichkeit für Mikroalbuminurie einhergeht. Der Zusammenhang besteht sowohl bei Personen mit Diabetes als auch bei solchen ohne Diabetes, wobei die Assoziation bei Diabetikern stärker ausgeprägt ist.
Studienaufbau und Datenerhebung
Die Forscher definierten Mikroalbuminurie anhand eines Urin‑Albumin‑zu‑Kreatinin‑Verhältnisses von mindestens 30 mg/g. Zur Analyse wurden multivariate logistische Regressionsmodelle sowie eingeschränkte kubische Splines eingesetzt, um Odds Ratios (OR) pro Einheit Anstieg des TyG‑Index zu bestimmen und mögliche nicht‑lineare Zusammenhänge zu prüfen.
Hauptergebnisse
Der Mittelwert des Alters der Teilnehmenden lag bei 57,7 ± 9,3 Jahren, und die Prävalenz von Mikroalbuminurie betrug 14,5 %. Nach Adjustierung für Alter, Geschlecht, Body‑Mass‑Index, Taillenumfang, Hüftumfang, Blutdruck, Lipidwerte, Leberfunktionsparameter, Schlafvariablen, geschätzte glomeruläre Filtrationsrate, Rauchen, Alkoholkonsum und Diabetes ergab das Modell ein OR von 1,28 (95 %‑Konfidenzintervall 1,20–1,36; P < 0,001) pro Einheit Erhöhung des TyG‑Indexes.
Einfluss von Diabetes
Die Analyse ergab ein OR von 1,46 (95 %‑KI 1,32–1,60) für Personen mit Diabetes und ein OR von 1,13 (95 %‑KI 1,04–1,23) für Personen ohne Diabetes. Der Interaktionsterm zwischen TyG‑Index und Diabetesstatus war signifikant (P < 0,001; FDR‑korrigiertes P = 0,008), was auf eine stärkere Assoziation bei Diabetikern hinweist.
Robustheit der Befunde
Sensitivitätsanalysen, die verschiedene Subgruppen und alternative Modellanpassungen berücksichtigten, bestätigten die Stabilität der Hauptergebnisse.
Bedeutung für die klinische Praxis
Der lineare Zusammenhang zwischen TyG‑Index und Mikroalbuminurie legt nahe, dass der TyG‑Index ein einfacher und leicht verfügbarer Marker sein könnte, um Personen mit erhöhtem Risiko für frühe Nierenschäden zu identifizieren, unabhängig vom Glykämie‑Status. Dennoch betonen die Autoren, dass prospektive Langzeitstudien erforderlich sind, um kausale Beziehungen zu klären.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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