Opfer und Verletzte
In den frühen Morgenstunden wurden mehrere Zivilisten getötet und fast dreißig weitere, darunter Kinder, verletzt, wie lokale Behörden mitteilten. Die UN‑Kinderrechtsorganisation UNICEF bestätigte den Tod eines Kindes und berichtete von drei verletzten Kindern in den Städten Kiew, Vyshhorod und Zhytomyr.
Beschädigte Wohngebiete
Drone‑Angriffe richteten erhebliche Schäden an mehr als 120 Wohngebäuden im Süden, insbesondere in der Region Odessa, an. In der Hafenstadt Reni, nahe der Grenze zu Rumänien, wurden zudem wichtige Energie‑, Hafen‑ und Verkehrsstrukturen getroffen.
Stromausfälle im ganzen Land
Durch die Angriffe wurden über 10 000 Kunden ohne Strom versorgt. Weiter nördlich fielen Energieanlagen in Novhorod‑Siverskyi (Region Tschernihiw) und in der Stadt Shostka (Region Sumy) aus. In Shostka waren bereits stark betroffene Stadtteile erneut von Strom- und Heizungsverlust betroffen. Das Ministerium für Energie meldete großflächige Stromausfälle in den Regionen Chmelnyzkyj, Riwne und Ternopil sowie Störungen in sechs weiteren Regionen.
Humanitäre Lage
Fast vier Jahre nach Beginn der Invasion hat die UNO zusammen mit humanitären Partnern in den letzten elf Monaten über 430 000 Menschen mit Notfallhilfe erreicht. Die Unterstützung umfasste medizinische Versorgung, Gesundheitsdienste und finanzielle Leistungen, vor allem in den Frontregionen.
Lieferungen von Hilfsgütern
Ein interbehördlicher Konvoi brachte am Dienstag acht metrische Tonnen Hilfsgüter in die Gemeinde Novoraiske in der Region Cherson. Die Lieferung enthielt medizinische und Hygienematerialien, Ladestationen, Kinderkleidung und Matratzen. Novoraiske beherbergt rund 1 900 Einwohner, davon mehr als 200 Kinder, und leidet weiterhin unter fehlender Wasserversorgung, Gas und Strom.
Ausblick
Die UNO betont, dass mit Beginn der kalten Jahreszeit die Verwundbarkeit der Zivilbevölkerung steigt und fordert ein sofortiges Ende der Angriffe zum Schutz der Zivilisten. Die anhaltenden Kämpfe erschweren die Versorgung mit Grundbedürfnissen und erhöhen den Hilfsbedarf in bereits stark betroffenen Gebieten.
