Im Mai 2026 erklärte das Gesundheitsministerium, dass der Polioausbruch, der im Mai 2024 durch eine Umweltprobe nachgewiesen worden war, vollständig beendet sei. Die Meldung folgt auf die Bestätigung eines zirkulierenden, impfstoffabgeleiteten Poliovirus Typs 2 (cVDPV2) im Abwasser der Stadt Mbale und auf eine koordinierte nationale Reaktion, die innerhalb von fünf Tagen nach Laborbestätigung eingeleitet wurde.
FrĂĽherkennung durch Umweltprobe
Ein Überwachungsbeamter sammelte im Mai 2024 routinemäßig eine Abwasserprobe im Doko‑Klärwerk von Mbale. Die Analyse im nationalen Poliolabor ergab das Vorhandensein von cVDPV2, obwohl bislang keine klinischen Fälle gemeldet worden waren. Die Entdeckung diente als Frühwarnsignal für das Land, das seit Jahren poliofrei ist.
Schnelle behördliche Reaktion
Innerhalb von 24 Stunden nach Laborbestätigung wurden nationale Einsatzteams mobilisiert. Bis zum 1. Juni 2024 fanden Koordinierungstreffen zwischen Bezirksbehörden, dem Gesundheitsministerium, der Weltgesundheitsorganisation, UNICEF, Rotary International und der Bill‑&‑Melinda‑Gates‑Stiftung statt. Ein gemeinsamer Einsatzleitungsstab gewährleistete klare Aufgabenverteilung und beschleunigte Entscheidungswege.
Ausweitung der Impfkampagnen
Im Oktober und November 2024 wurden zwei Runden ergänzender Impfaktionen mit dem neuartigen oralen Polio‑Vaccine‑Typ 2 durchgeführt. Die erste Runde erreichte 2,77 Millionen Kinder unter fünf Jahren, die zweite 3,13 Millionen – damit 14 % über dem geplanten Ziel. Durch Haus‑zu‑Haus‑Besuche wurden auch schwer zugängliche und mobile Bevölkerungsgruppen einbezogen.
Integration weiterer Impfungen
Während der Hausbesuche wurden bei unvaccinierten Kindern Verdachtsfälle von Masern entdeckt, die anschließend bestätigt wurden. Die Gesundheitsbehörden kombinierten daher Polio‑ und Masernimpfungen, um die Impflücken umfassend zu schließen und die Gesundheitssysteme zu stärken.
Messbare Ergebnisse
Nach 150 Tagen zeigte die akute‑schlaffe‑Paralyse‑Überwachung keinen fortlaufenden Polio‑Transfer. Die Fallzahl der erfassten AFP‑Fälle stieg von 36 auf 227, was auf eine verbesserte Überwachungssensitivität hinweist. Im Mai 2026 bestätigte eine unabhängige Bewertung, dass alle WHO‑Standards erfüllt seien und der Ausbruch offiziell geschlossen werden könne.
Langfristige Ăśberwachung
Die Kombination aus Umwelt‑ und Indikator‑basierter Überwachung bleibt aktiv. Der Überwachungsbeamte sammelt weiterhin monatlich Proben, während das Land die Partnerschaften mit internationalen Organisationen und die verbesserten Impfstrukturen beibehält. Trotz des Erfolgs betont das Gesundheitsministerium, dass das Virus weltweit noch nicht ausgerottet sei und kontinuierliche Wachsamkeit erforderlich bleibt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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