Kernforderung der lokalen Akteure
Mehrere Basisorganisationen in Uganda betonen, dass Personen, die besonders von Klimakatastrophen betroffen sind, zentrale Rollen bei der Entwicklung von Lösungen spielen. Sie fordern, dass diese Personen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, um resilientere Gemeinschaften zu schaffen.
Historischer Hintergrund des Eco‑Justice‑Ansatzes
Der Begriff, der heute als Eco‑Justice‑Ansatz bezeichnet wird, geht auf die französische Aktivistin Françoise d’Eaubonne zurĂĽck, die 1974 in ihrem Werk „Le Feminisme ou la Mort“ die VerknĂĽpfung von UnterdrĂĽckung von Personen und Ausbeutung der Natur beschrieb. In ihrer späteren Veröffentlichung von 1978 erklärte sie, dass patriarchale Strukturen seit Jahrhunderten die Kontrolle ĂĽber Fruchtbarkeit und Ressourcen ausĂĽben und dass ein Wandel hin zu einer egalitären, selbstverwalteten Gesellschaft nötig sei.
Globale Parallelen
In den 1970er‑Jahren entwickelten sich vergleichbare Bewegungen weltweit: In Indien organisierten Personen im Chipko‑Bewegung den Schutz von Wäldern, und in Kenia gründete die Aktivistin Wangarĩ Maathai die Green Belt Movement, die ländliche Personen befähigt, Ökosysteme durch naturbasierte Unternehmen wiederherzustellen.
Lokale Organisationen und ihre Forderungen
Die Organisation Rights 4 Her, die sich für die Rechte von Personen in Uganda einsetzt, betont, dass Personen in informellen Siedlungen besonders stark von Überschwemmungen, schlechter Entwässerung und Abfallverschmutzung betroffen sind. In einem Beitrag auf X im Mai 2026 forderte sie „inklusive Klimaschutzentscheidungen“ und verwies darauf, dass Eco‑Justice‑Ansatz „Klimagerechtigkeit“ bedeutet.
Finanzierung und Jugendbeteiligung
Die Jugendorganisation Girls for Climate Action, die sich auf die Perspektiven junger Personen konzentriert, forderte im Oktober 2025 im Rahmen des Nationalen Anpassungsplans, dass 30 % der Klimafinanzierung für Personen, Jugendliche und besonders gefährdete Gemeinschaften reserviert werden, um echte Lösungen zu unterstützen und die Führung von Personen zu stärken.
Indigenes Wissen und FĂĽhrung
Im Rahmen ihrer Initiative „Climate Resilient Hubs“ betont Girls for Climate Action, dass das lokale und indigene Wissen, das von Personen und Jugendlichen gehalten wird, zentral fĂĽr gemeindebasierte Anpassungs‑ und Minderungsstrategien sei. Winfred Mugambwa, GeschäftsfĂĽhrer von Rights 4 Her, unterstreicht in einem Podcast‑Interview, dass Eco‑Justice‑Ansatz dazu dient, Machtstrukturen, Sprache und koloniale Erbschaften zu hinterfragen.
Rechtlicher Rahmen und Repräsentation
Laut der Verfassung von Uganda (1995, geändert 2018) und dem Local Governments Act (1997, geändert 2020) muss mindestens ein Drittel der Sitze in lokalen Regierungen und Parlamenten von Personen besetzt sein. Trotz dieser Vorgabe liegt der Anteil von Personen in lokalen Gremien bei 22 %, im Parlament bei 34 % und in Ministerämtern bei 30 %, während Frauenanteile laut Volkszählung 2024 bei 51 % der Bevölkerung liegen.
Soziale Herausforderungen
Personen in Uganda sehen sich zudem hohen Raten von geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt, wobei technikbasierte Angriffe auf politische Akteure dokumentiert sind. Kinderheiraten betreffen 43 % der Mädchen, und ein Viertel der Jugendlichen im Alter von 15–18 Jahren ist bereits Mutter oder Vater.
Umweltpolitische Kontroversen
Der Nationale Umweltbericht 2024 nennt rasantes Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Klimawandel, Artenverlust und Ressourcenerschöpfung als zentrale Herausforderungen. Kritiker weisen auf das East African Crude Oil Pipeline‑Projekt hin, das ihrer Ansicht nach die Umweltziele Ugandas untergräbt. Berichte von Climate Rights International dokumentieren Zwangsräumungen, unzureichende Entschädigungen und Gewalt im Zusammenhang mit dem Projekt, während Menschenrechtsorganisationen von Einschüchterungen und Verhaftungen von Aktivisten berichten.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Global Voices, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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