Sonstige: UK‑Importe binden künftig bis zu 16 Mio ha landwirtschaftliche Fläche weltweit
Kernergebnisse der Analyse
Eine aktuelle Studie quantifiziert den Landfußabdruck der britischen Nahrungs- und Futtermittelimporte. Derzeit sind rund 11 Mio ha landwirtschaftliche Fläche mit Importen verbunden. Die Modellrechnungen prognostizieren für das Jahr 2050 eine Fläche von 10–12 Mio ha und für das Jahr 2100 eine Spanne von 10–16 Mio ha.
Methodischer Ansatz
Die Autorinnen und Autoren aktualisierten die historische Entwicklung des Landfußabdrucks für den Zeitraum 2010–2020 und erstellten räumlich aufgelöste Schätzungen bis zum Jahr 2100. Hierzu wurden ein umfassendes Lebensmittelsystemmodell sowie vier globale sozioökonomische und klimatische Szenarien eingesetzt, um Nachfrage, Produktion und Handel zu simulieren.
Aktueller Stand des britischen Agrarlandes
Im Vereinigten Königreich werden derzeit etwa 17 Mio ha landwirtschaftliche Fläche genutzt. Davon entfallen 11 Mio ha auf die Produktion von Gütern, die für den Inlandsverbrauch importiert werden. Damit macht der Importanteil fast zwei Drittel der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche aus.
Prognosen fĂĽr die Zukunft
Alle Szenarien zeigen, dass der globale Landfußabdruck der britischen Importe bis 2050 zwischen 10 und 12 Mio ha liegen wird. Bis zum Ende des Jahrhunderts kann die Fläche je nach Szenario auf 10 bis 16 Mio ha anwachsen, wobei die größten Werte in Szenarien mit starkem Wirtschaftswachstum und hohem Konsum auftreten.
Umweltpolitische Relevanz
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Importabhängigkeit ein zentraler Faktor bei der Bewertung der ökologischen Konsequenzen des britischen Konsums ist. Entscheidungen zur Reduktion von Treibhausgasen und zur Schonung von Biodiversität sollten den internationalen Landverbrauch mit einbeziehen.
Weiterer Forschungsbedarf
Die Studie betont die Notwendigkeit, zukünftige Entwicklungen genauer zu beobachten und Szenarien mit differenzierten Ernährungsgewohnheiten zu ergänzen, um die Unsicherheiten im Landfußabdruck weiter zu reduzieren.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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