Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke aktuelle Zahlen zu den humanitären Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine veröffentlicht. Seit Beginn des Krieges im Februar 2022 seien nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 16.126 Zivilisten getötet worden; allein im Mai 2026 wurden 274 Tote und 1.763 Verletzte gemeldet, die höchsten Werte seit April 2022.
Todesopfer und Verletzte
Die Meldungen für den Mai 2026 zeigen einen deutlichen Anstieg der zivilen Opferzahlen. Die Bundesregierung verweist auf die Daten des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und betont, dass die steigenden Opferzahlen die Dringlichkeit weiterer Schutzmaßnahmen unterstreichen.
Innenvertriebene
Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind rund 3,9 Millionen Menschen, etwa zehn Prozent der ukrainischen Bevölkerung, als Binnenvertriebene registriert. Die Verlagerung großer Teile der Bevölkerung innerhalb der Ukraine resultiert aus den anhaltenden Angriffen auf Energie- und Heizinfrastruktur, die zudem die Wasserversorgung beeinträchtigen.
Humanitäre Hilfsbedürftige
Die OCHA schätzt, dass 10,8 Millionen Menschen in der Ukraine auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Der Bedarf verteilt sich auf die Sektoren Schutz (6,54 Millionen), Wasser/WASH (6,43 Millionen), Unterkunft (5,6 Millionen) und Gesundheit (4,47 Millionen). Diese Zahlen verdeutlichen die umfassende Notlage der betroffenen Bevölkerung.
FlĂĽchtlingszahlen
Die Bundesregierung gibt an, dass seit Februar 2022 etwa sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflüchtet sind. Davon befinden sich rund 5,5 Millionen in europäischen Ländern, sowohl in EU‑ als auch in Nicht‑EU‑Staaten, und sind dort als Flüchtlinge registriert.
Hintergrund und Quellen
Die vorliegenden Zahlen basieren auf Angaben der Vereinten Nationen, der Internationalen Organisation für Migration und der Bundesregierung, die in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage (21/7029) veröffentlicht wurden. Die Daten spiegeln den aktuellen Stand der humanitären Situation wider und dienen als Grundlage für weitere politische Entscheidungen.
Ausblick
Angesichts der steigenden Opferzahlen und des wachsenden Bedarfs an humanitärer Unterstützung wird von der Bundesregierung erwartet, dass weitere Maßnahmen zur Sicherstellung von Schutz, Versorgung und medizinischer Versorgung ergriffen werden. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, die Hilfsbemühungen zu verstärken, um die humanitäre Krise zu mildern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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