Eine aktuelle Untersuchung hat den Einfluss der Ultraschallaktivierung (UA) auf die Porenbildung in Wurzelkanäufen untersucht, wobei zwei kalziumsilikatbasierte Dichtungsmaterialien zum Einsatz kamen. Die Ergebnisse zeigen, dass weder das Material noch die Aktivierung zu einem signifikanten Unterschied in der Gesamtheit der Porosität führen, während interfaciale Lücken den Großteil des Porenvolumens ausmachen.
Studienaufbau und Proben
Vierzig einzelwurzelige Prämolaren wurden nach Entfernung der Krone auf eine einheitliche Länge von 11 mm gekürzt. Die Kanäle wurden mit dem #F3 ProTaper Ultimate System vorbereitet. Anschließend erfolgte die Einfüllung mittels Einzelkonus-Technik mit je einem der beiden Dichtungsmaterialien: Angelus Bio‑C Sealer (n = 20) bzw. TotalFill BC Sealer (n = 20).
Einfluss der Ultraschallaktivierung
Jede Gruppe wurde in zwei Untergruppen aufgeteilt, wobei in den UA‑Untergruppen der Guttapercha‑Stift für zwei bis drei Sekunden von einer glatten Ultraschallspitze berührt wurde. Die übrigen Untergruppen wurden ohne Ultraschall bearbeitet.
Ergebnisse und statistische Befunde
Die mikro‑CT‑Analyse ergab, dass TotalFill BC Sealer mit Ultraschallaktivierung die höchste durchschnittliche Gesamtheit an Poren aufwies, während Angelus Bio‑C Sealer ohne Aktivierung die niedrigste zeigte; der Unterschied war statistisch nicht signifikant (p = 0,428). Interfaciale Lücken waren in allen Gruppen signifikant häufiger als innere Hohlräume (p < 0,05). Darüber hinaus variierte die Porosität stark entlang der Wurzel: Das zervikale Drittel wies den größten Porenanteil, gefolgt vom apikalen Drittel, während das mittlere Drittel die geringste Porosität aufwies (p < 0,001).
Schlussfolgerungen
Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass weder das untersuchte Dichtungsmaterial noch die Ultraschallaktivierung einen signifikanten Einfluss auf die Gesamtheit der Porosität haben. Der überwiegende Anteil interfacialer Lücken deutet jedoch auf potenzielle Schwachstellen in der Material‑Kanalkontaktierung hin, die weiter untersucht werden sollten. Die unterschiedliche Verteilung der Poren entlang der Wurzel könnte klinische Implikationen für die Langzeitstabilität von Wurzelkanalfüllungen haben.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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