Studienaufbau
Eine prospektive Untersuchung wurde mit 126 Kindern durchgeführt, die wegen einer Femur‑Schaftfraktur operiert wurden. Die Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die FICB‑Gruppe erhielt einen Ultraschall‑gesteuerten Fascia‑iliaca‑Kompartiment‑Block (FICB) zusätzlich zur Allgemeinanästhesie, die Kontrollgruppe erhielt ausschließlich Allgemeinanästhesie. Während der Operation wurden Blutdruck (MAP), Herzfrequenz (HR), Serum‑CRP, intraoperativer Opioidverbrauch, Erholungszeit, postoperative Schmerzwerte (VAS) und das Auftreten von postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV) dokumentiert.
Ergebnisse zur Hämodynamik
Bei allen intraoperativen Messzeitpunkten lagen MAP und HR in der FICB‑Gruppe signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe (je P < 0,001). Die statistische Analyse zeigte eine signifikante Zeit‑×‑Gruppen‑Interaktion für MAP (F3,372 = 21,86, P < 0,001) und HR (F3,372 = 16,34, P < 0,001), was auf eine konsistentere hämodynamische Stabilität durch den Block hinweist.
Schmerz‑ und Entzündungsparameter
Die postoperative VAS‑Skala war in der FICB‑Gruppe zu den Zeitpunkten 2 h, 4 h und 12 h nach der Operation signifikant niedriger (je P < 0,001). Auch hier ergab die Analyse eine signifikante Zeit‑×‑Gruppen‑Interaktion (F2,248 = 3,18, P = 0,04). Der Serum‑CRP stieg in beiden Gruppen postoperativ an (P < 0,001), jedoch war der Anstieg in der FICB‑Gruppe geringer (F1,124 = 290,3, P < 0,001).
Opioidverbrauch und Genesung
Die intraoperative Anwendung von Fentanyl und Remifentanil war in der FICB‑Gruppe deutlich reduziert (je P < 0,001). Die durchschnittliche Erholungszeit war ebenfalls kürzer (P < 0,001). Zudem zeigte die FICB‑Gruppe eine niedrigere Inzidenz von PONV (P = 0,026) im Vergleich zur Kontrollgruppe.
Schlussfolgerung
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein Ultraschall‑gesteuerter Fascia‑iliaca‑Kompartiment‑Block bei Kindern mit Osteogenesis imperfecta, die wegen einer Femur‑Schaftfraktur operiert werden, die intraoperative hämodynamische Stabilität verbessert, postoperative Schmerzen reduziert, den Opioidverbrauch senkt und das Auftreten von PONV verringert. Damit kann der FICB als Bestandteil einer optimierten multimodalen Analgesiestrategie betrachtet werden.
[Lizenzangabe]: ‚Quelle beachten‘
[Zusatz]: ‚ Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.‘
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