Ein Aktenvolumen von mehr als 34 000 Seiten zu der Wehrsportgruppe Hoffmann (WSG) und zu Karl‑Heinz Hoffmann stellt die Bearbeitung von Anfragen des Bundestages vor erhebliche Herausforderungen.
Hintergrund der Anfrage
Die Grünen‑Fraktion stellte im Rahmen einer Kleinen Anfrage (21/2916) Fragen zum antisemitisch motivierten Mord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke im Jahr 1980 in Erlangen. Die Anfrage bezog sich zudem auf mögliche Verbindungen des mutmaßlichen Täters Uwe Behrendt zur WSG sowie zur DDR und zum Ministerium für Staatssicherheit.
Umfang der verfügbaren Unterlagen
Nach Angaben der Bundesregierung erfordert die Klärung der gestellten Fragen die Sichtung eines immensen Aktenbestandes, der im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), beim Bundeskriminalamt (BKA) und im Bundesarchiv lagert. Alle Unterlagen zur WSG und zur Person Karl‑Heinz Hoffmann umfassen demnach über 34 000 Seiten.
Erforderliche Prüfungen
Die Analyse der Unterlagen würde die Durchsicht von Dokumenten aus den genannten Behörden beinhalten, um mögliche Verknüpfungen zwischen Uwe Behrendt, der WSG und den Strukturen der DDR zu prüfen. Dabei müssten sowohl inländische als auch internationale Quellen berücksichtigt werden.
Antwort der Bundesregierung
In ihrer Antwort (21/3283) erklärte die Bundesregierung, dass aufgrund des großen Arbeitsaufwands zahlreiche Fragen der Abgeordneten nicht beantwortet werden können. Die notwendige Bearbeitungsdauer wird demnach als zu umfangreich eingeschätzt, um innerhalb des üblichen Fristenrahmens zu erfolgen.
Ausblick
Die Bundesregierung betonte, dass die vorhandenen Unterlagen weiterhin archiviert und für zukünftige Untersuchungen verfügbar bleiben. Weitere Anfragen könnten gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt mit detaillierteren Ergebnissen beantwortet werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
