Eine aktuelle Studie hat die Nebenwirkungen des Antifibrinolytikums Tranexamsäure (TXA) systematisch untersucht, indem sie Meldungen aus den US-amerikanischen FDA-Datenbank FAERS und der internationalen Datenbank VigiAccess ausgewertet hat. Insgesamt wurden 17.787 Meldungen zu TXA-bezogenen Ereignissen identifiziert.
Methodik
Die Forscher extrahierten die Meldungen aus beiden Datenbanken und führten Disproportionalitätsanalysen mit den Kennzahlen Reporting Odds Ratio (ROR), Proportional Reporting Ratio (PRR), dem MHRA‑Verfahren, dem Bayesian Confidence Propagation Neural Network (BCPNN) sowie dem Multi‑Item Gamma Poisson Shrinker (MGPS) durch.
Demografische Verteilung
Die Analyse zeigte, dass ein größerer Anteil der Meldungen Frauen betraf. In FAERS stellten ältere Erwachsene (≥ 65 Jahre) die größte Gruppe dar, während in VigiAccess jüngere Personen im Alter von 18–44 Jahren am häufigsten gemeldet wurden.
Häufige Nebenwirkungen
Unter den identifizierten Nebenwirkungen traten besonders Krampfanfälle, Lungenembolie und anaphylaktische Reaktionen als überlappende Begriffe (PTs) auf.
Statistische Unterschiede
Signifikante Unterschiede bei TXA‑bezogenen Nebenwirkungen wurden nach Geschlecht, Altersgruppe und Todesausgängen festgestellt. Die Daten deuten darauf hin, dass bestimmte Gruppen ein höheres Risiko für schwerwiegende Ereignisse aufweisen.
Zeitraum des Auftretens
Die meisten Nebenwirkungen traten innerhalb des ersten Monats nach Anwendung auf, was auf ein frühes Versagensmuster schließen lässt.
Schlussfolgerung
Die Ergebnisse liefern wichtige Informationen für die Abwägung von Nutzen und Risiken von TXA und stellen eine wertvolle Referenz für zukünftige pharmakovigilante Studien dar.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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