UN-Behörden haben am Freitag erklärt, dass die anhaltende Krise im Nahen Osten die Versorgung mit Hilfe, Nahrungsmitteln und Treibstoff für Millionen von Menschen weiter erschwert.
Steigende Transportkosten
Der Sprecher der UN-Flüchtlingsagentur (UNHCR), Carlotta Wolf, berichtete, dass die zunehmende Unsicherheit entlang wichtiger Golf‑Routen, insbesondere der Straße von Hormus, die Frachtraten seit Beginn der Krise um fast 18 % erhöht habe, während die Transportkapazität der globalen Anbieter von 97 % auf 77 % im Jahr 2026 gesunken sei.
Umleitung von Lieferungen
UNHCR sei gezwungen, Seeladungen umzuleiten und verstärkt auf alternative Landkorridore zurückzugreifen, was die Transportzeiten verlängere und bei manchen Sendungen die Kosten mehr als verdoppeln lasse, etwa bei Hilfsgütern aus Dubai für Einsätze in Sudan und Tschad.
Finanzierungsdefizit
Wolf betonte, dass bislang nur 23 % der benötigten 8,5 Milliarden Dollar für die UNHCR‑Operationen gesichert seien; jeder zusätzliche Transport‑Dollar reduziere somit den Betrag, der direkt den betroffenen Menschen zugutekäme.
Folgen fĂĽr Afrika
Der Anstieg der Treibstoffpreise habe in Kenia die Verfügbarkeit von Lastkraftwagen für Container mit Nothilfe, die nach Äthiopien, DR Kongo und Südsudan transportiert werden, eingeschränkt, während Beschränkungen beim Durchgang von Düngemitteln die Nahrungsmittelpreise weltweit weiter ansteigen ließen.
Globale Warnungen
UN‑Generalsekretär António Guterres warnte, dass die Situation in der Straße von Hormus zehntausende von Menschen in Armut treiben und die weltweite Hungerkrise verschärfen könnte.
Humanitäre Auswirkungen von Treibstoffmangel
Der Sprecher des UN‑Menschenrechtsbüros, Jeremy Laurence, hob die unmittelbaren Menschenrechtsfolgen hervor: Kleinbauern in Afrika, Asien oder Lateinamerika könnten ihre Maschinen nicht betreiben, Schulbusse würden ausfallen und Kinder würden von Bildung ausgeschlossen.
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