Am 13. Februar 2026 hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein neues Abkommen zwischen der syrischen Regierung und den kurdischen Kräften im Nordosten vorgestellt, das die politische Übergangsphase stärken soll, während Gewalt im Süden und Südwesten des Landes weiter anhält.
Neues Abkommen im Nordosten
Das am 30. Januar unterzeichnete Friedens- und Integrationsabkommen sieht eine schrittweise militärische und administrative Eingliederung des Nordostens vor, regelt die Rückkehr Vertriebener und garantiert zivilgesellschaftliche und bildungsbezogene Rechte der Kurden, basierend auf Präsidialdekret 13.
UN begrüßt das Abkommen
Der Generalsekretär und der stellvertretende Sondergesandte Claudio Cordone forderten eine rasche Umsetzung, den Schutz der Rechte kurdischer Bürger und die Vermeidung von Sicherheitslücken rund um Da‑esch‑Haftanstalten.
Anhaltende Gewalt in anderen Regionen
In Sweida kam es zu erneuten Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und lokalen bewaffneten Gruppen, im Süden setzten israelische Vorstöße und Luftsprühungen von Herbiziden die Ernte fort, wobei die UN internationale Rechtsnormen betonte.
Humanitäre Situation
Trotz leichter Verbesserungen bleiben 130.000 Menschen vertrieben, über 90 % davon Frauen und Mädchen; Überschwemmungen in Idlib und nördlichem Latakia forderten zwei Kinderleben, beschädigten rund 2.000 Zelte und betrafen mehr als 5.000 Menschen. UN‑Teams erreichten 200.000 Betroffene und organisierten über 170 LKW‑Lieferungen; in Kobane wurde die Stromversorgung nach Reparaturen wiederhergestellt.
Politische Perspektiven
Der nächste Schritt der Übergangsphase ist die Bildung der Volksversammlung; die Wahl der meisten Sitze fand im Oktober 2025 statt, die Ernennung von 70 Mitgliedern durch Präsident Ahmed al‑Sharaa steht noch aus.
Bedeutung von Frauen und Zivilgesellschaft
Cordone hob die außergewöhnliche Rolle syrischer Frauen und der Zivilgesellschaft hervor und betonte, dass deren politische Teilhabe ein Grundpfeiler für einen inklusiven Staat sei.
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