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UN-Bericht dokumentiert Menschenrechtsverletzungen im israelisch‑palästinensischen Konflikt
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AI GENERATED 09.06.2026 • 19:25 Geopolitik

UN-Bericht dokumentiert Menschenrechtsverletzungen im israelisch‑palästinensischen Konflikt

UN: UN-Bericht dokumentiert Menschenrechtsverletzungen im israelisch‑palästinensischen Konflikt

Der UN‑Menschenrechtsrat hat am 9. Juni 2026 einen Bericht der Independent International Commission of Inquiry on the Occupied Palestinian Territory and Israel veröffentlicht, der systematische Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht durch alle Konfliktparteien beschreibt. Die Kommission, deren Vorsitzender Srinivasan Muralidhar ist, weist darauf hin, dass sowohl israelische Siedler als auch Hamas‑verbundene Kräfte schwere Menschenrechtsverletzungen begehen.

Gewalt durch Siedler im Westjordanland

Die Untersuchung stellt fest, dass im vergangenen Jahr mindestens sieben Palästinenser getötet und 832 weitere verletzt wurden – ein Anstieg von 130 % gegenüber 2024. Die Kommission sieht die Gewalt der Siedler als direkte Folge israelischer Politik, die finanzielle und militärische Unterstützung leiste und Straflosigkeit gewähre. Sie beschreibt die Angriffe als Mittel zur Durchsetzung strategischer Ziele wie die Konsolidierung von Siedlungen, die Annexion von Gebiet und die Vertreibung von Palästinensern.

Ein besonders gravierender Vorfall ereignete sich im März in Khirbeit Humsa, wo eine Gruppe von Siedlern Frauen und Mädchen schlug und mit Vergewaltigung drohte, sofern die Familie das Land nicht verließ. Ein Mann wurde entkleidet, sexuell misshandelt, seine Genitalien mit einem Kabelbinder fixiert und öffentlich gedemütigt. Laut Bericht wurden sieben Personen von der israelischen Polizei festgenommen, jedoch gibt es bislang keine bekannten gerichtlichen Verfahren.

Gewalt im Gazastreifen

Im Gazastreifen dokumentierte die Kommission 249 Fälle von Hinrichtungen und schwerer körperlicher Gewalt zwischen 2024 und 2025, wobei mindestens 108 Menschen starben und 384 verletzt wurden. Die Vorfälle umfassten Hinrichtungen, Knieschüsse, Knochenbrüche mit Metallrohren oder Zementziegeln sowie Prügelstrafen, die von den Tätern als Vergeltung für mutmaßliche Zusammenarbeit mit Israel, Plünderungen, Diebstahl, Drogenkriminalität oder Rivalitäten innerhalb der Gruppe dargestellt wurden.

Hamas‑verbundene Kräfte waren an mindestens 60 dieser Vorfälle beteiligt, darunter zwei öffentliche Hinrichtungen von elf Männern. Die Kommission stuft diese Handlungen als Kriegsverbrechen, insbesondere Mord und Folter, sowie Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht ein. Muralidhar betont, dass jede zukünftige Friedenslösung für Gaza klare und durchsetzbare Mechanismen zur Verantwortlichkeit enthalten müsse.

Angriffe auf israelische Zivilisten

Die Untersuchung weist zudem auf einen deutlichen Anstieg von Angriffen auf israelische Zivilisten durch palästinensische bewaffnete Gruppen im Jahr 2023 hin. Diese Handlungen könnten gegen die Grundsätze der Unterscheidung und Verhältnismäßigkeit im humanitären Völkerrecht verstoßen und als mögliche Kriegsverbrechen eingestuft werden.

Der Bericht wird am 15. Juni 2026 im Rahmen der 62. Sitzung des UN‑Menschenrechtsrats in Genf vorgestellt. Die Kommission, die im Mai 2021 vom Rat eingesetzt wurde, besteht aus drei unabhängigen Mitgliedern, die weder UN‑Angestellte noch für ihre Tätigkeit entlohnt werden.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.

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