Sonstige: UN-Bericht: Mindestens 26 Palästinenser in Gaza seit Eid al-Adha getötet
Das Büro der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) hat am Freitag mitgeteilt, dass seit Dienstag, dem Vorabend des islamischen Feiertags Eid al‑Adha, mindestens 26 Palästinenser im Gazastreifen getötet wurden.
Luftangriffe im Detail
Drei Luftangriffe am 26. Mai forderten 12 Tote. Einer traf ein Wohngebiet in Mittel‑Gaza, ein weiterer zerstörte ein Fahrzeug in Khan Younis, und ein dritter richtete sich gegen ein Apartment in Gaza‑Stadt, wobei mehrere Zivilisten ums Leben kamen.
Weitere Opfer und Kommandostrukturen
Ein Tag zuvor starb ein jugendliches Mädchen an den Folgen einer Luftattacke, die ebenfalls eine Frau und ein kleines Mädchen tötete. In Gaza‑Stadt wurden ein neu ernannter Kommandant der Hamas‑Al‑Qassam‑Brigaden, dessen Ehefrau und drei Kinder sowie eine Passantin getötet.
Gesamtzahl der Todesopfer seit Oktober
Seit der Ankündigung des Waffenstillstands im Oktober haben israelische Streitkräfte nach Angaben des UN‑Büros 922 Palästinenser getötet, was die Gesamtzahl der Todesopfer seit den Anschlägen vom 7. Oktober 2023 auf nahezu 73 000 erhöht. Unter den Opfern befinden sich mindestens 32 Kinder und acht Frauen.
Humanitäre Lage und Versorgung
Die UN‑Stelle betont, dass die Bevölkerung weiterhin unter unzureichender Unterbringung, fehlenden Medikamenten, Nahrung und anderen lebensnotwendigen Gütern leidet. Fast die gesamte Bevölkerung bleibt vertrieben und ist in einem immer enger werdenden Streifen konzentriert.
UN‑Position und Bedenken
Ajith Sunghay, Leiter des MenschenrechtsbĂĽros im besetzten palästinensischen Gebiet, äuĂźerte Besorgnis ĂĽber mögliche Kriegsverbrechen und bezeichnete die anhaltenden Angriffe auf eine bereits stark belastete Zivilbevölkerung als „unvorstellbar“.
HilfsmaĂźnahmen und Zugang zu Gaza
Das UN‑Hilfskoordinationsbüro (OCHA) meldete einen Luftangriff in Deir al‑Balah, der ein Wohngebiet in der Nähe von fünf humanitären Einrichtungen traf, jedoch ohne gemeldete Opfer. OCHA fordert die Öffnung weiterer Grenzübergänge, da derzeit nur der Übergang Kerem Shalom funktionsfähig ist.
Ausblick
Premierminister Benjamin Netanjahu hat die israelischen Streitkräfte angewiesen, ihre Präsenz auf 70 Prozent des Gazastreifens auszudehnen. Die UN‑Stelle warnt, dass die weitere Verkleinerung ziviler Räume den Zugang zu humanitärer Hilfe und die Sicherheit der Zivilbevölkerung weiter gefährdet.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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