UN: UN-Bericht: Übernachtangriffe in ukrainischen Städten fordern zahlreiche zivile Opfer
Übernachtangriffe in den ukrainischen Städten Kiew, Dnipro und Charkiw haben am Dienstag mindestens 22 Zivilisten getötet und 145 weitere verletzt, wie der UN-Humanitäre Koordinator vor Ort mitteilte.
Zivile Opfer und Verletzte
Nach Angaben des UN-Human Rights Monitoring Mission in der Ukraine (HRMMU) wurden bei den Angriffen zahlreiche Zivilisten, darunter Kinder, getötet und verletzt. Danielle Bell, Leiter der HRMMU, betonte, dass die Verluste das menschliche Leid verdeutlichen, das mit dem Einsatz explosiver Waffen in besiedelten Gebieten einhergeht.
Einsatz von Langstreckenwaffen
Die ukrainische Luftwaffe berichtete, dass Russland insgesamt 656 Langstrecken‑Drohnen und -Raketen einsetzte. Davon trafen 30 ballistische Raketen, drei Marschflugkörper und 33 Langstrecken‑Drohnen 38 Ziele.
Zerstörte Infrastruktur
Die Angriffe richteten erhebliche Schäden an Wohngebäuden, Krankenhäusern und Geschäften an. Ein Rettungsarbeiter in Kiew wurde dabei getötet, was die Gefahren für Einsatzkräfte verdeutlicht.
Kinder im Fokus
Das Kinderhilfswerk UNICEF äußerte Trauer über den Tod eines dreijährigen Jungen in Dnipro und die Verletzung von zehn Kindern in den betroffenen Regionen. Das Programm teilte zudem das Zeugnis einer 13‑jährigen Schülerin, die in einem Kellerraum Schutz suchte und von den Explosionen stark erschüttert wurde.
Reaktionen der UN
Matthias Schmale, UN‑Humanitärer Koordinator, verurteilte den groß angelegten Angriff auf Kiew, Dnipro und Charkiw und forderte ein Ende der „inflamatorischen Rhetorik“ und der Eskalation. Er betonte, dass das Völkerrecht zum Schutz von Zivilisten und ziviler Infrastruktur zu wahren sei.
Steigende Opferzahlen
Die UN‑Beobachtungsmission wies darauf hin, dass die Zahl der zivilen Opfer in diesem Jahr bereits um rund 20 % höher liegt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was vor allem auf die vermehrte Nutzung von Langstreckenwaffen zurückzuführen sei.
Russische Gegenreaktion
Russische Behörden erklärten, die Angriffe seien eine Reaktion auf ein ukrainisches Vorgehen in Starobilsk, Luhansk, bei dem 21 Zivilisten ums Leben gekommen seien.
Rettungsmaßnahmen
Humanitäre Rettungsteams setzten ihre Arbeit in Kiew und Dnipro fort, um Verschüttete zu bergen und medizinische Hilfe zu leisten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von UN News, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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