UN: Extreme Hitze bedroht globale Ernährungssysteme
Ein am 22. April 2026 veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen warnt, dass extreme Hitze die weltweiten Nahrungs- und Landwirtschaftssysteme an ihre Grenzen bringt und das Leben von mehr als einer Milliarde Menschen gefährdet.
Verlust von Arbeitsstunden
Der gemeinsame Bericht der Ernährungs‑ und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) beziffert den Verlust von Arbeitsstunden auf rund fünf‑hundert Milliarden pro Jahr, ein Trend, der laut den Autoren mit steigenden Temperaturen weiter zunehmen wird.
Einfluss auf Pflanzen und Nutztiere
Temperaturen über 30 °C führen bereits bei vielen Hauptkulturen zu Ertragsrückgängen, da die Pflanzenstruktur geschwächt wird. Bei Nutztieren treten Stresssymptome bereits bei niedrigeren Temperaturen auf, insbesondere bei Schweinen und Geflügel, die ihre Körpertemperatur kaum regulieren können.
Marine und Waldökosysteme
In den Ozeanen senkt die Erwärmung den Sauerstoffgehalt, was 91 % der Meeresfläche im Jahr 2024 mindestens einer marinen Hitzewelle aussetzte. Gleichzeitig wird die Photosynthese in Wäldern beeinträchtigt und das Risiko von Waldbränden steigt.
Regionale Fallstudien
In Kirgisistan führte ein Hitzeereignis 2025 zu einem Temperaturanstieg von rund 10 °C über dem Normalwert und reduzierte die Getreideernte um 25 %. In Brasilien sanken die Sojaerträge 2023/2024 um bis zu 20 %, und in Nordamerika verursachte die Hitzewelle 2021 erhebliche Verluste bei Obstkulturen sowie eine starke Zunahme von Waldbränden.
Auswirkungen auf Arbeitskräfte
In Teilen Südasiens, Subsahara‑Afrikas und Lateinamerikas könnte die Anzahl der zu heißen Arbeitstage auf bis zu 250 pro Jahr ansteigen, wodurch Millionen von Landwirten und anderen Arbeitskräften im Agrarsektor gefährdet werden.
Empfohlene Anpassungsmaßnahmen
Der Bericht empfiehlt die Einführung hitzeresistenter Nutzpflanzen, die Anpassung von Pflanzzeiten, verbesserte Betriebsführung sowie Frühwarnsysteme. Finanzielle Instrumente wie Versicherungen und soziale Schutzmaßnahmen werden als entscheidend für die Resilienz der Landwirte bezeichnet.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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