Die neuesten UN‑Berichte zeigen, dass Europa sich mit doppelter Geschwindigkeit im Vergleich zum globalen Mittelwert erwärmt, dass ein Viertel der libanesischen Bevölkerung akut von Hunger bedroht ist und dass UN‑Friedenssoldaten in der Demokratischen Republik Kongo eingesetzt wurden, um Zivilpersonen zu schützen.
Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Mittelwert
Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und des Copernicus Climate Change Service lag die durchschnittliche Temperatur in Europa 2025 über dem langjährigen Mittelwert, wobei mindestens 95 % der Region überdurchschnittliche Jahreswerte verzeichneten. Der Kontinent ist damit das am schnellsten erwärmende Gebiet weltweit, mit einer Temperatursteigerung, die doppelt so hoch ist wie der globale Durchschnitt.
Zusätzlich erreichte die jährliche Meeresoberflächentemperatur ein Rekordhoch, wobei 86 % der europäischen Gewässer von starken marinen Hitzewellen betroffen waren. Im selben Jahr kam es zu einer rekordverdächtigen dreiwöchigen Hitzewelle in subarktischen Halbinseln Skandinaviens, bei der Temperaturen von über 30 °C innerhalb des Polarkreises gemessen wurden. Wildfeuer verbrannten mehr als eine Million Hektar – die größte Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen – und Flussabflüsse lagen in elf Monaten des Jahres unter dem Durchschnitt.
Akute Hungersnot im Libanon
Das Integrated Food Security Phase Classification (IPC) warnt, dass etwa ein Viertel der libanesischen Bevölkerung akut von Hunger bedroht ist. Die Verschlechterung ist auf erneute Kämpfe im Süden zwischen der Hisbollah und israelischen Streitkräften sowie auf die damit verbundene Vertreibung seit Anfang März zurückzuführen.
Nach Schätzungen könnten bis August rund 1,2 Millionen Menschen von akuter Nahrungsmittelunsicherheit betroffen sein, was im Vergleich zu den 874 000 Betroffenen Ende 2025 einen deutlichen Anstieg darstellt. Darunter fallen 725 000 libanesische Staatsbürger, die in einer Krise leben, sowie mehr als 460 000 syrische und palästinensische Flüchtlinge und 50 000 seit Dezember 2024 neu angekommene Personen aus Syrien.
UN‑Friedensmission im Kongo
Im Rahmen der Mission MONUSCO wurden in der Stadt Djugu, Provinz Ituri, nach einem Angriff bewaffneter Rebellen auf die kongolesischen Streitkräfte und Zivilpersonen, 191 Zivilpersonen gerettet und in ein Lager für Vertriebene gebracht. Die Rettungsaktion umfasste 59 erwachsene Personen und 126 Kinder.
Seit Februar koordinieren die UN‑Truppen verstärkte Patrouillen mit den kongolesischen Streitkräften, um bewaffnete Gruppen im Norden Kivus zu entmutigen (Operation Nyundo II). In der Masisi-Region des Nord‑Kivu kam es seit Anfang Februar zu großflächigen Vertreibungen; bis Mitte April waren über 170 000 Menschen im Gesundheitsbezirk Masisi vertrieben, während mehrere Dörfer vollständig entvölkert blieben. Die humanitäre Lage bleibt angespannt, da Grundbedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft, Wasser, Sanitär und Gesundheitsversorgung stark beansprucht werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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