Todesopfer und Luftangriffe
UN-Vertreter haben mitgeteilt, dass israelische Streitkräfte am Wochenende mehr als zwei Dutzend Palästinenser im Gazastreifen töteten und den libanesischen Luftraum über 100‑mal verletzten, obwohl zwischen den Konfliktparteien bestehende Waffenstillstandsabkommen in Kraft sind.
Opferzahlen und Gesundheitslage
Nach Angaben des UN‑Deputy‑Sprechers Farhan Haq wurden über 25 Menschen in Gaza durch die jüngsten Angriffe getötet. Das Gesundheitsministerium von Gaza verzeichnete im Juli mehr als 150 Todesfälle, darunter zahlreiche Zivilisten, was den höchsten monatlichen Verlust seit Jahresbeginn darstellt.
Versorgungsengpässe im Gazastreifen
Die UN‑Hilfsorganisation OCHA wies darauf hin, dass kritische Medikamente – darunter Insulin, Herzbehandlungsmaterialien, Dialyse‑ und Diagnostikausrüstung – stark knapp seien. Zusätzlich seien Desinfektionsmittel, die für die Infektionsprävention nötig sind, weitgehend nicht verfügbar, weil ihre Einfuhr noch auf israelische Genehmigungen warte.
Lebensmittelpreise und Grundversorgung
Ein von der Welternährungsorganisation (WFP) durchgeführter Survey zeigte, dass vier von zehn Haushalten in Gaza Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten können. Fast die Hälfte der befragten Familien habe ihr Lebensmittelvorrat vollständig aufgebraucht, und 22 % berichteten von mehr als zehn leeren Vorräten im vergangenen Monat. Zudem herrsche ein akuter Mangel an Kochgas, wobei acht‑Kilogramm‑Kanister mehrere Wochen auf sich warten ließen und Schwarzmarktpreise für viele Familien unerschwinglich seien.
Verstöße gegen den libanesischen Luftraum
Der UN‑Friedenssicherungsmission UNIFIL zufolge wurden zwischen Donnerstag und Sonntag 125 Luftverletzungen über dem Libanon registriert, wobei die kombinierte Überflugszeit 418 Stunden betrug. Beobachtungen umfassten sowohl Überflüge von Überwachungs‑ als auch von bewaffneten Drohnen in der Nähe von UN‑Positionen.
UN‑Beobachtungen und Sicherheitslage
UNIFIL berichtete zudem von umfangreichen militärischen Aktivitäten am Boden im Süden Libanons, darunter bedeutende Bauarbeiten und Truppenbewegungen. Laut nationalen Behörden seien seit dem Eintritt der schiitisch‑unterstützten Hisbollah in den regionalen Konflikt über 4.300 Menschen in Libanon getötet und 12.200 verletzt worden.
Reaktionen der UN‑Vertreter
Farhan Haq betonte, dass weitere Lieferungen von medizinischen und humanitären Gütern nur nach israelischer Genehmigung erfolgen könnten und forderte ein sofortiges Ende der Luftvergehen, um die humanitäre Lage nicht weiter zu verschärfen.
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