International: UN‑Experte begrüßt US‑Extraditionsverfahren gegen Tate‑Brüder
Hintergrund des Verfahrens
Ein Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen hat die laufenden Verfahren in den Vereinigten Staaten zur Auslieferung der britisch‑amerikanischen Influencer Andrew und Tristan Tate an das Vereinigte Königreich positiv bewertet. Die beiden wurden am 18. Juli in Miami festgenommen, nachdem das Vereinigte Königreich ein Auslieferungsersuchen gestellt hatte.
Vorwürfe und Anklagepunkte
In den USA sehen sich die beiden Brüder mit 59 Strafanzeigen konfrontiert, darunter Vorwürfe von Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung sowie Straftaten im Zusammenhang mit kinderpornografischem Material. Parallel laufen in Rumänien Ermittlungen wegen Menschenhandels, einschließlich des Handels mit Minderjährigen.
Stellungnahme des UN‑Experten
Reem Alsalem, Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen und Mädchen, erklärte, dass die Verfahren „erneuerte Hoffnung bieten, dass Gerechtigkeit durch wirksame internationale Zusammenarbeit erreicht werden kann“. Sie betonte, dass die Fälle nach Jahren, in denen Aussagen von Opfern häufig ignoriert wurden, nun endlich Beachtung finden.
Appell an die Regierungen
Alsalem forderte die Regierungen Rumäniens, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten auf, sicherzustellen, dass die Brüder vor Gericht gestellt werden. Sie wies darauf hin, dass Täter häufig von Verzögerungen, fragmentierten Rechtsverfahren und ihrem Einfluss profitieren, um Verantwortung zu entgehen, und betonte, dass niemand über dem Gesetz stehen dürfe.
Erweiterung der Verantwortlichkeit
Der UN‑Experte forderte zudem, das Verfahren auf Personen auszuweiten, die die Aktivitäten der Brüder unterstützt, begünstigt oder daraus profitiert haben, anstatt sich ausschließlich auf die individuelle Strafbarkeit zu konzentrieren.
Rolle des Sonderberichterstatters
Als Sonderberichterstatterin ist Alsalem unabhängig vom UN‑Personal tätig und erhält für ihre Arbeit kein Gehalt. Sie übermittelte am 4. März Informationen über mangelhafte Ermittlungen zu Vorwürfen von Vergewaltigung und Einschüchterung an die Regierungen Rumäniens und des Vereinigten Königreichs, mit Kopien an die USA.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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