International: UN-Experten kritisieren M23‑Gewalt, dokumentieren zivile Opfer in Ukraine und warnen vor organisierter Kriminalität in Südostasien
Am 21. Juli 2026 haben unabhängige Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen die M23‑Miliz in der Ostregion der Demokratischen Republik Kongo wegen massiver sexueller Gewalt und weiterer Verbrechen verurteilt, gleichzeitig zivile Opfer im Ukraine‑Russland‑Konflikt dokumentiert und ein neues UN‑ODC‑Bericht über die zunehmende Bedrohung durch organisierte Kriminalität in Südostasien vorgestellt.
Gewalt der M23‑Miliz in der DR Kongo
Die Experten betonten, dass „Vergewaltigungen, Gruppenvergewaltigungen, gewaltsame Angriffe und Tötungen von Zivilisten ein gängiges Merkmal des Vorgehens der M23 seien“. Ein Bericht des UN‑Sekretärsgenerals aus dem April zeigte, dass Fälle sexueller Gewalt gegen Zivilisten zwischen 2024 und 2025 mehr als verdoppelt wurden. Die anhaltenden Kämpfe, die 2021 begannen, haben bereits mehr als acht Millionen Menschen vertrieben.
Zivile Verluste im Ukraine‑Russland‑Konflikt
In den letzten Tagen wurden in der Ukraine und in Russland zahlreiche Zivilisten getötet oder verletzt. Mindestens 35 russische ballistische und hypersonische Raketen trafen am Sonntag Kiew, ein Todesopfer und 20 Verletzte wurden gemeldet. Gleiche Stunde töteten Gleitbomben drei Menschen und verletzten 41 in der Stadt Zaporizhzhia, während ein russischer Angriff nahe Charkiw vier Verletzte forderte. Russische Kreuzeraketen versenkten ein guineisch‑bissauisches Handelsschiff nahe Odessa, wobei zehn Zivilisten starben und sieben weitere verletzt wurden. Ukrainische Drohnenangriffe auf russischem Territorium verursachten über Nacht acht Tote und 86 Verletzte.
UNICEF fordert Schutz von Kindern
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) äußerte Besorgnis, nachdem zwei Kinder bei Angriffen in der Ukraine getötet und mindestens 50 weitere verletzt wurden. In einer Pressemitteilung forderte UNICEF ein sofortiges Ende der Angriffe auf Kinder und humanitäre Einrichtungen.
Organisierte Kriminalität in Südostasien
Ein neuer Bericht des UN‑Büros für Drogen und Kriminalität (UNODC) beschreibt, wie lokale Verbrechersyndikate in Südostasien zu einem transnationalen kriminellen Netzwerk zusammengewachsen sind. Laut UNODC‑Vertreterin Delphine Schantz operieren die Gruppen nun gleichzeitig in mehreren illegalen Märkten, von Geldwäsche über Online‑Betrug bis hin zu Menschen- und Drogenhandel.
Finanzielle Dimension von Online‑Betrug
Der Bericht nennt Verluste durch Online‑Scams in Ost‑ und Südostasien, Australien und Neuseeland für das Jahr 2025 zwischen 88 Milliarden und 114 Milliarden US‑Dollar – ein Betrag, der größer ist als das Bruttoinlandsprodukt vieler Staaten. Generative Künstliche Intelligenz ermögliche die Erstellung von Phishing‑E‑Mails und Deep‑Fake‑Videos, während Kryptowährungen traditionelle Geldwäsche ersetzen.
Zusammenfassung und weitere Forderungen
Die UN‑Experten forderten ein sofortiges Ende aller Formen von Gewalt gegen Zivilisten, eine gründliche Untersuchung der Vorwürfe und die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen. Gleichzeitig betonten sie die Notwendigkeit, internationale Zusammenarbeit zu stärken, um die wachsende Bedrohung durch organisierte Kriminalität in Südostasien zu bekämpfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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