UN feiert zehnjähriges Jubiläum der Jugend‑, Friedens‑ und Sicherheitsresolution
Jubiläum der UN-Resolution 2250
Am 15. Dezember markierte die Vereinte Nationen das zehnte Jubiläum der Sicherheitsratsresolution 2250, die Jugendliche als aktive Partner für Frieden und Sicherheit anerkennt. Bei einer Veranstaltung im Rahmen der „Act Now for Peace“‑Initiative sprach der Aktivist Nila Ibrahimi aus Kanada über seine Erfahrungen und die Bedeutung der Jugendbeteiligung.
Hintergrund von Nila Ibrahimi
Nach dem Machtwechsel in Afghanistan im Jahr 2021 floh Ibrahimi mit seiner Familie ins Ausland. Bereits im Alter von dreizehn Jahren hatte er eine Kampagne initiiert, die ein Verbot für afghanische Mädchen über zwölf Jahren, öffentlich zu singen, aufhob. Diese frühe Aktivität machte ihn zum Ziel der neuen Behörden.
HerStory: Dokumentation aus der Diaspora
In Kanada gründete Ibrahimi die Organisation HerStory, die die Lebensrealitäten afghanischer Mädchen sowohl im Heimatland als auch in der Diaspora dokumentiert. „Ich erzähle die Geschichten von Mädchen, die vom Schulbesuch ausgeschlossen sind. Wenn meine Arbeit nur eine Person motiviert, etwas zu verändern, habe ich genug getan“, erklärte er gegenüber UN News.
Umsetzung der YPS‑Agenda weltweit
Seit der Verabschiedung der Resolution haben zahlreiche Länder Aktionspläne für Jugend, Frieden und Sicherheit (YPS) entwickelt. Die Demokratische Republik Kongo, Gambia und Honduras setzten nationale und lokale Pläne um, die Afrikanische Union verabschiedete die Bujumbura‑Erklärung, und elf weitere Staaten von Afrika bis Europa haben bereits YPS‑Pläne implementiert.
Situation in Afghanistan
Afghanistan, das weiterhin von den neuen Behörden regiert wird, hat bislang keinen YPS‑Aktionsplan verabschiedet. Ibrahimi betonte, dass er trotz der schwierigen Lage entschlossen bleibe, für die Rechte von Mädchen und jungen Menschen zu kämpfen. „Der Austausch mit anderen Aktivisten zeigte mir, dass ich nicht allein bin und dass wir voneinander lernen können“, sagte er.
Peace Circle und Act Now
Der Abschluss der Veranstaltung bildete ein Peace Circle, an dem junge Führungskräfte, UN‑Beamte, Diplomaten und Wissenschaftler teilnahmen. Mindestens die Hälfte der Teilnehmer war unter dreißig Jahre alt, um sicherzustellen, dass jugendliche Perspektiven in den Dialog einfließen.
Ausblick und weitere Initiativen
Die Kampagne „Act Now for Peace“ läuft bis September 2026. Die im Peace Circle geführten Gespräche fließen in ein unabhängiges UN‑Studium zu den Beiträgen der Jugend für den Frieden sowie in das geplante Globale Jugend‑Friedensmanifest ein.
Bedeutung für die Jugend
Mit rund der Hälfte der Weltbevölkerung unter dreißig Jahren stellt die Jugend die Generation mit dem größten Interesse an einer nachhaltigen Zukunft dar. Die UN‑Initiativen zielen darauf ab, diese Gruppe stärker in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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