International: UN fordert Deeskalation nach Drohnenvorfall in Rumänien
Hintergrund des Vorfalls
Ein Sicherheitsratstreffen der Vereinten Nationen fand statt, nachdem Rumänien ein dringendes Meeting beantragt hatte. Anlass war ein russischer Drohnenangriff, der am Freitagabend in die LuftÂraumsgrenze des Landes eindrang und ein Wohngebäude in der Stadt GalaĹŁi traf. Dabei wurden eine Frau und ein Kind verletzt.
Regionale Drohnenincidents
Laut Angaben der UN-Vertreterin Kayoko Gotoh gab es in den vergangenen zwölf Monaten ähnliche Vorfälle in den Lufträumen von Moldau, Lettland, Litauen, Estland, Finnland, Polen, Kasachstan, Belarus sowie in Bulgarien, Griechenland und der Türkei. Der Vorfall in Galaţi sei das erste Mal, dass ein solcher Angriff in Rumänien zu Verletzungen geführt habe.
Ausweitung der Kampfhandlungen
Gotoh wies darauf hin, dass die russischen Streitkräfte in den letzten Wochen vermehrt groß angelegte Raketen‑ und Drohnenangriffe auf ukrainische Städte durchgeführt hätten, was zu steigenden zivilen Opfern und Schäden an Infrastruktur führe. Gleichzeitig habe die Ukraine vermehrt Angriffe auf militärische, Energie‑ und Industrieanlagen in der Russischen Föderation verübt, die ebenfalls zivile Opfer zur Folge gehabt hätten.
Sicherheitsbedenken fĂĽr Kernkraftwerke
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens lag auf der Gefahr für Kernkraftwerke. Die Internationale Atomenergie‑Organisation informierte am 30. Mai über einen Drohnenangriff auf das Turbinengebäude des Kernkraftwerks Saporischschja in der Ukraine, bei dem ein Loch in der Wand entstanden sei – der erste Angriff innerhalb des Werksperimeters seit zwei Jahren.
Reaktionen der beteiligten Staaten
Der russische Botschafter Vasily Nebenzya bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet und forderte eine objektive, depolitisierte Untersuchung. Er bezog sich auf das angebliche Geran‑2‑Drohnenmodell mit einer Sprenglast von etwa 50 Kilogramm. Die rumänische Außenministerin Oana‑Silvia Ţoiu betonte die Notwendigkeit, eine Eskalation nicht zum neuen Normal werden zu lassen, und verwies auf die gemeinsame Verantwortung, klare Grenzen zu ziehen. Der ukrainische Vertreter kritisierte die russischen Darstellungen als „Verleugnung und Verzerrung“ und bestätigte das Vertrauen in die rumänischen Ermittlungen, die den Drohnenangriff eindeutig russisch einstufen.
UN‑Appell zur Deeskalation
Die UN‑Vertreterin schloss mit dem Appell, dass alle Beteiligten verantwortungsbewusst handeln und Maßnahmen vermeiden sollten, die die Lage weiter destabilisieren. Sie betonte die Unterstützung der Vereinten Nationen für Dialogbemühungen, die zu einem gerechten, dauerhaften und umfassenden Frieden in der Ukraine führen sollen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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