Die Vereinten Nationen haben die Staaten aufgefordert, verbindliche Fahrpläne mit klaren Zeitvorgaben zu erstellen, um den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen. In einer Rede während der High-Level Week in New York betonte der Generalsekretär, dass die aktuelle Emissionsentwicklung nicht den erforderlichen Rückgang widerspiegele.
Hintergrund der Aufforderung
Der Generalsekretär verwies darauf, dass die G20-Staaten für rund 80 % der weltweiten Emissionen verantwortlich seien und daher eine führende Rolle übernehmen müssten. Er kritisierte die fortgesetzte Expansion fossiler Energiequellen und forderte ein schnelleres Umsetzen erneuerbarer Technologien.
Finanzielle Zielsetzungen
Im Finanzbereich setzte er das Ziel, dass die globale Klimafinanzierung bis 2035 jährlich 1,3 Billionen US‑Dollar erreichen soll, wobei mindestens 300 Milliarden US‑Dollar jährlich für Entwicklungsländer mobilisiert werden müssen. Zusätzlich soll ein Prinzip „Verursacher zahlen“ stärker umgesetzt werden.
Initiativen für Infrastruktur und Mineralien
Im Rahmen des Klimagipfels wurden drei neue Programme vorgestellt: Der Global Grids Accelerator konzentriert sich zunächst auf Afrika und Südostasien, um den Anschluss von über 2.500 Gigawatt erneuerbarer Projekte an Stromnetze zu beschleunigen. Das Task Force on Critical Energy Transition Minerals startet Aktivitäten in Guinea, Indonesien, Madagaskar, Nigeria, Sambia und Simbabwe, um die erwartete fast dreifache Nachfrage nach Kupfer, Lithium, Nickel und Kobalt bis 2030 zu decken. Schließlich unterstützt die Initiative Early Warnings for All den Aufbau eines weltweiten Frühwarnsystems mit einem Finanzvolumen von rund 2 Milliarden US‑Dollar, das bis Ende 2027 allen Ländern zur Verfügung stehen soll.
Frühwarnsysteme und Anpassungsfinanzierung
Der Generalsekretär betonte, dass ohne Anpassungsmaßnahmen Dürren zu Hungersnöten, Stürme zu Schuldenkrisen und Hitzewellen zu Todesfällen führen würden. Er forderte verstärkte Unterstützung für Länder, die bereits mit unvermeidbaren Klimafolgen konfrontiert sind, und verwies auf die Notwendigkeit, Schuldenerleichterungen im Katastrophenfall zu gewähren.
Ausblick und internationale Verpflichtungen
Der Generalsekretär verwies auf das Urteil des Internationalen Gerichtshofs, das den Klimaschutz als völkerrechtliche Verpflichtung bestätigt. Er schloss mit dem Hinweis, dass keine Nation die globale Dekarbonisierung allein bewältigen könne und dass Wissenschaft, Recht und internationale Zusammenarbeit die Grundpfeiler des Erfolgs seien.
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