UN: UN ruft zu mehr Investitionen in Friedenssicherung auf
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat am 29. Mai 2026 im Rahmen des Internationalen Tages der UN-Friedenssicherung einen Aufruf zu verstärkter politischer Rückendeckung und verlässlicher finanzieller Unterstützung für die rund 50 000 im Einsatz befindlichen Blauhelm‑Kräfte veröffentlicht. In einer Botschaft betonte er, dass Friedenssicherung ein bewährtes und kosteneffizientes Instrument zur Stabilisierung von Konflikten sei und dass deren Wirksamkeit von einer kontinuierlichen internationalen Unterstützung abhänge.
Umfang und Einsatzgebiete
Derzeit sind über 50 000 zivile, militärische und polizeiliche Fachkräfte unter der UN-Flagge in 11 Missionen aktiv. Ihre Aufgaben reichen von Waffenstillstandsüberwachung und humanitärer Hilfe bis hin zu Minenräumung und dem Schutz von Zivilpersonen. Die Einsätze finden vermehrt in fragmentierten Konflikten statt, die durch den Missbrauch digitaler Technologien und die Verbreitung von Desinformation gekennzeichnet sind.
Herausforderungen und Bedeutung
Guteres politisches und finanzielles Engagement sei nötig, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, erklärte Guterres. Er wies darauf hin, dass Angriffe auf Friedenssicherungskräfte schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht darstellen – seit 1948 seien fast 4 500 Blauhelm‑Kräfte bei Einsätzen ums Leben gekommen, darunter 59 im vergangenen Jahr.
Auszeichnung von Heldentaten
Am 5. Juni 2026 wird das Sekretariat der Vereinten Nationen im Hauptquartier die Verleihung der Captain‑Mbaye‑Diagne‑Medaillen für außergewöhnlichen Mut durchführen. Die Zeremonie, die von 10:00 bis 12:00 Uhr EST live übertragen wird, ehrt zwei Einsatzkräfte, die sich in lebensgefährlichen Situationen besonders hervorgetan haben.
Ausgezeichnete Einsatzkräfte
Der ukrainische Privatunternehmer Sergii Prykhodko, der im UN‑Missionsgebiet Südsudan tätig war, opferte im März 2025 sein Leben, um ein weniger erfahrenes Teammitglied während einer riskanten Luftrettungsaktion zu ersetzen. In der Demokratischen Republik Kongo wurde Sergeant Matias Reyes für das Retten von zwölf schwer verletzten Soldaten während heftiger Kämpfe zwischen den kongolesischen Streitkräften und der M23‑Rebellenbewegung ausgezeichnet.
Unterstützung von Führungskräften
Jean‑Pierre Lacroix, Unter‑Sekretär‑General für Friedensoperationen, betonte, dass die Friedenssicherung nicht nur Zivilisten schützt, sondern auch die Hoffnung in den schwierigsten Regionen der Welt am Leben erhält. Er bezeichnete Investitionen in Friedenssicherung als Investitionen in Stabilität und die Möglichkeit dauerhaften Friedens.
Internationaler Tag der Friedenssicherung
Der diesjährige Themenschwerpunkt „Invest in Peace“ unterstreicht die Dringlichkeit langfristiger politischer und finanzieller Unterstützung. Der Tag erinnert zudem an die Gründung der ersten UN‑Friedensmission im Jahr 1948.
Weitere Ehrungen
Ein Offizier aus Indien wurde für die Integration von Schutzmaßnahmen in militärische Operationen im Süden Libanon ausgezeichnet, während eine Polizeibeamtin aus Deutschland für die Stärkung von Frühwarnsystemen und die Koordination mit militärischen Einheiten in Südsudan Anerkennung erhielt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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