UN fordert sofortigen Waffenstillstand in Sudan
Der Sicherheitsrat hat am Freitag die erneute Initiative der Vereinten Nationen zur Beendigung der Kampfhandlungen in Sudan betont. Der Generalsekretär nahm die Friedensinitiative des Übergangs‑Premierministers zur Kenntnis und forderte die Konfliktparteien zu einem sofortigen Waffenstillstand auf, um die Einheit und territoriale Integrität des Landes zu wahren.
Friedensinitiative der sudanesischen Regierung
Der Übergangs‑Premierminister stellte während einer Sitzung des Sicherheitsrats ein umfassendes Friedenskonzept vor, das auf einer zivilen Übergangsregierung basiert. Das Konzept soll die rivalisierenden Kräfte zu Verhandlungen bewegen und einen Rahmen für eine langfristige Stabilisierung schaffen.
Aufruf zum Waffenstillstand
Der Generalsekretär betonte, dass die Verfolgung eines dauerhaften und inklusiven Friedens essenziell sei, da der Konflikt bereits ins neue Jahr übergegangen sei. Er forderte die sudanesischen Akteure auf, Kompromisse zu priorisieren und eine gemeinsame Vision für eine zivile Übergangsregierung zu formulieren.
Rolle des persönlichen Sonderbeauftragten
Der persönliche Sonderbeauftragte für Sudan, Ramtane Lamamra, erklärte seine Bereitschaft, Gespräche mit beiden Seiten fortzusetzen, um eine inklusive und nachhaltige Lösung zu unterstützen. Dabei soll die Arbeit von Mitgliedstaaten und regionalen Partnern ergänzt werden.
Rückzug der Friedensmission
Die UN‑Friedensmission in Abyei hat nach einem Drohnenangriff am 13. Dezember, bei dem sechs bangladeschische Soldaten getötet und neun weitere verletzt wurden, den Logistikstützpunkt in Kadugli evakuiert. Der Stützpunkt, der seit fast 13 Jahren als Hauptquartier des Grenzüberwachungsmechanismus diente, wurde vollständig geräumt; die Überreste der Verstorbenen wurden repatriiert, die Verwundeten erhalten medizinische Versorgung in Kenia.
Humanitäre Lage
Ein aktueller UN‑Assessment-Bericht zeigt, dass Haushalte unter weiblicher Führung besonders stark von eingeschränktem Zugang zu Bargeld, Bildung und Wasserversorgung betroffen sind und einem erhöhten Risiko von Vertreibung und Schutzproblemen ausgesetzt sind. Die anhaltenden Kämpfe, insbesondere in Kordofan und Darfur, haben massive Vertreibungen ausgelöst, den Zugang zu humanitärer Hilfe behindert und die bereits katastrophale Situation für die Zivilbevölkerung weiter verschärft.
Ausblick
Der Krieg zwischen den sudanesischen Streitkräften und den paramilitärischen Rapid‑Support‑Forces befindet sich im dritten Jahr und hat bereits tausende zivile Todesopfer gefordert, Millionen Menschen vertrieben und in mehreren Regionen Hungersnöte ausgelöst. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen aufmerksam und betont die Notwendigkeit, den Friedensprozess zu beschleunigen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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