Die humanitäre Lage in der Ukraine verschärft sich weiter, nachdem über Nacht mehrere Angriffe zivile Ziele getroffen haben. Der UN-Humanitäre Koordinator für die Ukraine, Matthias Schmale, forderte am Mittwoch ein sofortiges Ende der Angriffe auf Zivilisten.
Neueste Angriffe und Opferzahlen
Nach Angaben lokaler Behörden wurden bei den Angriffen in der Region Tschernihiw mindestens 19 Personen getötet. Unter den Toten befanden sich fünf Kinder, davon drei Säuglinge. Weitere rund 50 Personen wurden verletzt, als Wohngebäude getroffen wurden. In Kremenchuk, Kiew und Oleksandrija wurden etwa 25 weitere Menschen getötet und Dutzende verletzt.
Reaktionen der UN-Vertreter
Matthias Schmale betonte in einer Stellungnahme, dass Familien niemals die Angst ertragen dürfen, ihre Kinder in Trümmern zu finden. Er verwies darauf, dass das wiederholte Muster zunehmender Schäden an Zivilisten ein Ende finden müsse. UN‑Sprecher Stéphane Dujarric erklärte in New York, der Generalsekretär verurteile die Angriffe nachdrücklich und äußere tiefe Besorgnis über die steigende Zahl ziviler Opfer. Beide betonten, dass Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht darstellten.
Humanitäre Lage und Hilfsmaßnahmen
Humanitäre Teams berichteten, dass in den letzten 24 Stunden mehr als 150 Zivilisten verletzt wurden. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 wurden laut UN‑Daten 15 280 Zivilisten getötet oder verletzt. Gleichzeitig haben die UN und ihre Partner 1,5 Millionen Menschen unterstützt, die von den Angriffen betroffen sind.
Rechtlicher Kontext
Schmale erinnerte daran, dass Zivilisten, Kinder, Wohnhäuser und kritische Infrastruktur durch das humanitäre Völkerrecht geschützt sind. Die UN fordert die sofortige Einhaltung dieser Bestimmungen und ein Ende aller Angriffe, die diese Schutzvorschriften verletzen.
Ausblick
Die UN betont, dass die internationale Gemeinschaft aufmerksam bleiben und weitere Verstöße dokumentieren muss, um den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten. Die humanitären Partner planen, die Hilfe in den kommenden Wochen zu intensivieren, um den steigenden Bedarf zu decken.
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