International: UN ruft zu erneuter Verpflichtung und Solidarität für Flüchtlinge auf
Am 19. Juni 2026 appellierte der UN‑Hochkommissar für Flüchtlinge an die internationale Gemeinschaft, die Unterstützung für fast 42 Millionen Menschen, die vor Konflikten, Gewalt oder Verfolgung geflohen sind, zu verstärken. Er betonte, dass die aktuelle humanitäre Lage ein erneutes Engagement erfordere.
Aufruf des Generalsekretärs
UN‑Sekretär‑General António Guterres wies darauf hin, dass wachsende Spaltungen weltweit Millionen von Frauen, Kindern und Männern dazu zwingt, Schutz in fremden Ländern zu suchen. Er forderte solidarisches Handeln, um die Lebensbedingungen von Flüchtlingen und den Aufnahmeländern zu verbessern.
Beitrag der FlĂĽchtlinge
Barham Salih hob hervor, dass FlĂĽchtlinge als Arbeiter, Studierende, Nachbarn, KĂĽnstler, Sportler, Unternehmer und FĂĽhrungskräfte zu den Aufnahmeländern beitragen. „Wenn ihnen die Chance gegeben wird, bauen sie ihr Leben neu auf und stärken die Gesellschaften um sie herum“, sagte er.
Zielsetzung fĂĽr die Zukunft
Der Hochkommissar stellte ein ambitioniertes Ziel vor: Die Zahl der Menschen in langandauernder Flucht soll innerhalb von zehn Jahren halbiert werden. Der Fokus liege dabei auf Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die den Großteil der Flüchtlinge beherbergen.
75 Jahre Flüchtlingskonvention
Das diesjährige World‑Refugee‑Day‑Ereignis fällt mit dem 75. Jahrestag der 1951‑Flüchtlingskonvention zusammen, die das Recht auf Schutz für Personen festschreibt, die vor Krieg, Konflikt oder Verfolgung fliehen.
Thema und Kampagne
Unter dem Motto „Until Everyone is Safe“ ruft die UN‑FlĂĽchtlingsagentur junge Menschen dazu auf, sich fĂĽr FlĂĽchtlinge einzusetzen und das Asylrecht zu verteidigen. Die Kampagne soll Vorurteile abbauen und das Recht auf Sicherheit betonen.
Selbstständigkeit und Integration
Der Plan „50 by 35“ zielt darauf ab, den Zugang von FlĂĽchtlingen zu Arbeitsplätzen, Bildung, Gesundheit und sozialer Absicherung zu erweitern, um Abhängigkeit von humanitärer Hilfe zu reduzieren.
Schlussfolgerung
Nach Angaben des UN‑Hochkommissars ist die Reduzierung von langfristiger Flucht nicht nur ein humanitäres Ziel, sondern ein Schritt hin zu stabileren Gesellschaften weltweit.
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