Seit dem Jahr 2005 unterstützt der UN‑Friedensfonds (Peacebuilding Fund, PBF) Länder dabei, Konflikten vorzubeugen, nach Gewalt zu rekonstruieren und stabile Gesellschaften aufzubauen. In den vergangenen zwanzig Jahren wurden rund 2 Milliarden US‑Dollar in 1.150 Projekte in mehr als 75 Staaten und Territorien investiert, um Friedensprozesse zu beschleunigen und lokale Akteure zu stärken.
Mandat und Funktionsweise
Der Fonds wurde von den UN‑Mitgliedstaaten als rasch verfügbare Finanzierungsquelle konzipiert, die bei drohenden Krisen sofort einsatzbereit ist. Die Leitprinzipien – Schnelligkeit, Flexibilität und nationale Eigentümerschaft – bleiben seit seiner Gründung unverändert.
Finanzielle Dimension
Mit einem Gesamtvolumen von 2 Milliarden US‑Dollar hat der Fonds über zwei Jahrzehnte hinweg Mittel für mehr als 1.150 Friedensprojekte bereitgestellt. Insgesamt wurden 120 empfangende Organisationen und Finanzierungsmechanismen unterstützt.
Geografische Reichweite
Der PBF wirkt global. Zu den unterstützten Regionen zählen Afrika, Lateinamerika, Asien und der Pazifik. Beispiele für Länder, in denen der Fonds aktiv war, sind Sierra Leone, Kolumbien, Papua‑Neuguinea, Kirgisistan, Haiti, Guatemala, die Zentralafrikanische Republik und die Demokratische Republik Kongo.
Schwerpunkte der Projektförderung
Gefördert werden Maßnahmen zur Umsetzung von Friedensabkommen, Dialog‑ und Versöhnungsprozessen, Wiederherstellung grundlegender Dienstleistungen, Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Stärkung von Frauen und jungen Menschen in Führungsrollen.
Erreichte Erfolge
In Sierra Leone trug der Fonds zu friedlichen Wahlen und zum Wiederaufbau von Institutionen nach dem Bürgerkrieg bei. In Papua‑Neuguinea unterstützte er die Vorbereitung des historischen Bougainville‑Referendums. Entlang der Grenze Kirgisistan‑Tadschikistan half er, Land‑ und Wasserstreitigkeiten in kooperative Entwicklungsprojekte umzuwandeln. In Guatemala ermöglichte er die Verurteilung von Kriegsvergewaltigungen durch indigene Frauen.
Bedeutung für die Friedensprävention
Durch das frühzeitige Eingreifen des Fonds sollen Konflikte abgefangen werden, bevor Menschenleben verloren gehen und Vertreibungen stattfinden. Die Möglichkeit, Risiken zu übernehmen und schnell zu handeln, füllt eine Lücke im UN‑System, die andere Geldgeber häufig nicht schließen können.
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