Die Vereinten Nationen haben am 21. April 2026 den UN-Generalsekretär António Guterres in einer Videobotschaft an den Petersberg Climate Dialogue in Berlin zitiert, der die Regierungen aufforderte, die Investitionen in erneuerbare Energien zu beschleunigen, um die aktuelle Energiekrise zu bewältigen.
Hintergrund der Energiekrise
Der Konflikt im Nahen Osten habe die schwerste Energiekrise einer Generation ausgelöst, erklärte Guterres. Er betonte, dass fossile Brennstoffe nicht nur den Planeten schädigen, sondern auch die Wirtschaften erpressen.
Investitionen in erneuerbare Energien
Im vergangenen Jahr beliefen sich die weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien auf 2,2 Billionen US‑Dollar – das Doppelte der Summe, die in fossile Brennstoffe floss.
Drei Handlungsfelder fĂĽr die Transformation
Guterres skizzierte drei zentrale Maßnahmen: erstens, die Energiekrise zu lösen, ohne die Klimakrise zu vertiefen; zweitens, die notwendige Infrastruktur für die Verteilung sauberer Energie auszubauen, etwa Netze, Speicher und moderne Stromsysteme; und drittens, die internationale Gemeinschaft müsse Finanzmittel mobilisieren, insbesondere für Entwicklungsländer.
Finanzielle Hürden für Entwicklungsländer
Für Entwicklungsländer seien die Kosten für saubere Energie zwei‑bis dreimal höher als in reicheren Volkswirtschaften. Guterres forderte, dass bis 2035 jährlich 1,3 Milliarden US‑Dollar bereitgestellt werden, um den Übergang zu unterstützen.
Aufruf zu Klimagerechtigkeit und Anpassungsfinanzierung
Der UN‑Chef betonte, dass Anpassungsfinanzierung ein Überlebensfaktor sei, weil die am stärksten vom Klimawandel betroffenen Gemeinschaften am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen haben. Jeder heute investierte Dollar könne künftig vielfache Verluste verhindern.
Ausblick auf kommende Verhandlungen
Der Petersberg Climate Dialogue, an dem Vertreter von rund 40 Ländern teilnehmen, bereite die Verhandlungen für die nächste UN‑Klimakonferenz COP31 vor, die im November in Antalya, Türkei, stattfinden soll.
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