Ein neuer Maßnahmenplan zur Beschleunigung des Übergangs zu sauberer Energie wurde von UN-Generalsekretär António Guterres vorgestellt. Der Plan richtet sich an Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und die Klimakrise zu bekämpfen.
Dringlichkeit der Emissionsreduktion
Guterres betonte, dass die Emissionen sofort ihren Höchststand erreichen und bis 2050 auf Netto‑Null sinken müssen. Er verwies darauf, dass die G20‑Länder für rund 80 % der globalen Emissionen verantwortlich seien und daher eine Vorreiterrolle übernehmen müssten.
Förderung erneuerbarer Energien
Der UN‑Chef forderte ein Ende der Subventionen für neue fossile Projekte und eine stärkere finanzielle Unterstützung für erneuerbare Energien. Seit 2010 seien die Kosten für Solarenergie um fast 90 % und für On‑shore‑Wind um mehr als 70 % gesunken, während die Batteriekapazität um 95 % günstiger geworden sei.
Umweltbilanz von KI‑Rechenzentren
Jedes größere KI‑Unternehmen solle bis 2030 den gesamten Energieverbrauch seiner Rechenzentren mit erneuerbarer Energie decken und die ökologischen Auswirkungen – CO₂, Wasser und Land – öffentlich offenlegen. Laut Guterres verbrauchen KI‑Rechenzentren bereits mehr Strom als manche Staaten.
Faire Finanzierung und Entwicklungshilfe
Der Plan sieht vor, dass reiche Länder ihre zugesagten Mittel für Anpassungsfinanzierung verdoppeln und bis 2035 jährlich 1,3 Billionen Dollar mobilisieren. Zusätzlich sollen die multilateralen Entwicklungsbanken ein zusätzliches Kreditvolumen von 600‑800 Billionen Dollar bereitstellen, um Infrastruktur und saubere Energie in Entwicklungsländern zu fördern.
Schutz von Wissenschaft und Medien
Guterres forderte den Schutz von Wissenschaftlern, Umweltjournalisten und Menschenrechtsverteidigern sowie die Bekämpfung von Desinformation. Er verwies auf die von den Vereinten Nationen initiierte Global Initiative for Information Integrity on Climate Change, die von der UNESCO und Brasilien unterstützt wird.
Globale Auswirkungen des Nahost‑Konflikts
Der UN‑Generalsekretär wies darauf hin, dass die aktuelle Krise im Nahen Osten die Energiepreise stark ansteigen lässt und damit eine „Mutter aller Energieschocks“ darstelle, die besonders Entwicklungsländer in eine Schulden‑, Lebensmittel‑ und Entwicklungs‑Krise treibe.
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