Hintergrund der jĂĽngsten Angriffe
Am Samstag meldeten Zeugen Schüsse und Explosionen in Bamako, an einem großen Militärstützpunkt in der Nähe der Hauptstadt sowie in den Städten Gao und Kidal. Die Kämpfe setzten sich am Sonntag fort, nachdem koordinierte Angriffe von extremistischen Gruppen und Tuareg-Rebellen das Land erschüttert hatten.
Statement des UN-Generalsekretärs
UN-Generalsekretär António Guterres äußerte am Samstagabend tiefe Besorgnis über die Vorfälle. Er verurteilte die Gewaltakte, drückte Solidarität mit dem malischen Volk aus und betonte die Notwendigkeit, Zivilbevölkerung und zivile Infrastruktur zu schützen.
Entwicklung der Sicherheitslage
Die malische Militärregierung, die seit den beiden Staatsstreichen zu Beginn der 2020er‑Jahre an der Macht ist, erklärte, dass sie eine Gegenoffensive durchgeführt habe, bei der Hunderte von Kämpfern getötet worden seien. In den Medien wurde berichtet, dass Verteidigungsminister General Sadio Camara bei den Angriffen ums Leben gekommen sei.
RĂĽckzug internationaler Friedensmissionen
Die vom Sicherheitsrat mandatierte UN-Friedensmission MINUSMA zog 2023 vollständig ab, nachdem die Militärregierung die Fortsetzung des Einsatzes verweigert hatte. Auch französische Truppen und die EU‑Ausbildungstruppe verließen das Land, während die Regierung weiterhin auf russische Söldner zur Stabilisierung setzt.
Humanitäre Lage
UN‑Humanitäre Operationen laufen weiter. Ein Hilfsplan richtet sich an rund 3,8 Millionen Menschen, die von über fünf Millionen Bedürftigen im Land betroffen sind. Die UN‑Beauftragte Hanaa Hamdy‑Singer betonte in einem Beitrag, dass die Organisation fest entschlossen sei, die Zivilbevölkerung zu unterstützen und die Entwicklungen genau zu beobachten.
Extremistische Akteure im Sahel
Gruppen wie das Al‑Qaida‑Affiliate JNIM haben in den letzten Jahren ihr Territorium im Sahel ausgedehnt
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