Sonstige: UN-Generalsekretär fordert zusätzliche 1,1 Mrd. USD zur Eindämmung des Ebola-Ausbruchs in der DR Kongo
Die Ebola‑Bundibugyo‑Ausbreitung in der Demokratischen Republik Kongo hat seit Mitte Mai mehr als 5.600 gemeldete Fälle und 2.700 Todesopfer in sechs betroffenen Provinzen verursacht, wie der UN-Generalsekretär am 27. August mitteilte.
Ausbreitung und aktuelle Lage
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht eine Verlangsamung der Ausbreitung, jedoch noch keinen Rückgang des Trends. Wöchentlich werden etwa 500 neue Fälle gemeldet, während die humanitäre Reaktion bislang nur zu 48 % finanziert ist.
Finanzierungslücken
Der Generalsekretär warnte, dass ohne zusätzliche Mittel von 1,1 Milliarden US‑Dollar lebenswichtige Operationen mittelfristig ausbrennen würden. Er betonte, dass das Wissen zur Eindämmung von Ebola vorhanden sei, jedoch die finanzielle Unterstützung nachgelassen habe.
Humanitäre Herausforderungen
In der Provinz Ituri sind rund eine Million Menschen vertrieben, und mehr als 12 Millionen benötigen humanitäre Hilfe und Schutz. Mehr als 40 Gesundheitspersonal haben ihr Leben verloren, während Behandlungseinrichtungen und Ambulanzfahrzeuge angegriffen wurden, was den Zugang zu betroffenen Gemeinden erschwert.
Lokale Mobilisierung
Lokale Künstler, darunter der bekannte Sänger Lokua Kanza, sowie zahlreiche Influencer mit über 100.000 Followern, verbreiten Aufklärungsbotschaften. Über 50 religiöse Führer in Ituri wurden geschult, und etwa 30 ehemalige Kombattanten erhalten Training, um Präventionsmaßnahmen in schwer zugänglichen Gebieten zu vermitteln.
Grenznahe Vorbereitung
In Burundi laufen Vorbereitungen, um einem möglichen Übergreifen der Epidemie entgegenzuwirken. Maßnahmen umfassen verstärkte Grenzkontrollen, Temperaturmessungen, den Einsatz von Thermoskannern sowie Schulungen für Gesundheitspersonal und Journalist*innen.
Ausblick
Parallel dazu wurde der Ebola‑Ausbruch in benachbarten Uganda für beendet erklärt, nachdem 42 Tage ohne neue Fälle verstrichen waren. Die UN‑Agenturen setzen ihre Unterstützung fort, um die Epidemie in der DR Kongo zu bekämpfen und die humanitäre Lage zu stabilisieren.
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