UN: UN-Generalsekretär kündigt neue Gespräche zur Lösung des Zypern-Konflikts an
Neuer Gesprächstermin
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat angekündigt, dass er nach seinem ersten offiziellen Besuch auf Zypern ein weiteres 5+1‑Treffen einberufen will, um die jahrzehntelange Teilung der Mittelmeerinsel zu überwinden.
Hintergrund des Konflikts
Die Insel ist seit Juli 1974 in einen griechisch‑zyprischen und einen türkisch‑zyprischen Teil gespalten. Seit 2017 wurden sechs Gesprächsrunden in der Schweiz, in Deutschland und in den USA abgehalten, um das Vertrauen zwischen den Gemeinschaften zu stärken.
Vorgeschlagenes 5+1‑Format
Guterres erklärte, dass das geplante 5+1‑Format die beiden zyprischen Führer, die Garanten Griechenland, Türkiye und das Vereinigte Königreich sowie die Vereinten Nationen zusammenbringt. Ziel sei es, nach intensiven Vorbereitungen konkrete Vertrauens‑ und Methodik‑Maßnahmen zu erarbeiten.
Rolle der UN‑Friedensmission
Der Generalsekretär betonte die Notwendigkeit, die Autorität der UN‑Friedensmission UNFICYP, die seit 1964 im Puffer- und Waffenstillstandszonenbereich aktiv ist, zu respektieren. Die Mission habe bislang zur Stabilität beigetragen, ihre Wirksamkeit hinge jedoch von der Kooperation aller Seiten ab.
Weitere Initiativen
Guterres würdigte zudem die Arbeit des Ausschusses für vermisste Personen und der bikommunalen technischen Ausschüsse, die Brücken zwischen politischen Verhandlungen und den Alltagsbelangen der Bürger bauen. Der Dialog mit der Zivilgesellschaft sei ein weiterer Baustein des Friedensprozesses.
Ausblick
Der Generalsekretär schloss, dass die Vereinten Nationen keinen Frieden aufzwingen können, aber fest entschlossen seien, die zyprischen Bürger in diesem entscheidenden Moment zu unterstützen. Er verwies auf die Bedeutung einer Lösung für die Stabilität der gesamten Region.
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