International: UN-Generalsekretär warnt vor rascher Verbreitung von Hassrede und stellt Muscat-Plan vor
Warnung des UN-Generalsekretärs
Am 11. Juni 2026 betonte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, in einer Rede im UN-Hauptquartier in New York, dass Hassrede ein zunehmendes Risiko für Frieden und Sicherheit darstelle. Er verwies darauf, dass Hassrede nicht nur Gemeinschaften spalte, sondern auch als Vorläufer von Völkermord und anderen Gräueltaten fungiere.
Einführung des Muscat‑Plans
Guterres präsentierte den Muscat Plan of Action, ein von Oman initiiertes Aktionsprogramm, das traditionelle und indigene Führer in die Prävention von Hassrede einbinden will. Der Plan betont die Bedeutung lokaler Wissensbestände und das Vertrauen, das diese Führer in ihren Gemeinschaften genießen.
Rolle traditioneller und indigener FĂĽhrer
Der Generalsekretär unterstrich, dass traditionelle und indigene Führer durch ihre Autorität Spannungen frühzeitig entschärfen können. Ihre Erfahrung ermögliche es, Konflikte zu vermitteln und Lösungen zu finden, die von den betroffenen Gemeinschaften akzeptiert werden.
Digitale Plattformen und KI
Guterres wies darauf hin, dass Hassrede „schneller als je zuvor“ verbreitet werde, vor allem durch unregulierte Online‑Plattformen und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Er forderte stärkere Verantwortlichkeit der Plattformbetreiber und die Integration von Sicherheitsmechanismen in digitale Produkte.
Stärkung lokaler Präventionskapazitäten
Als nächsten Schritt forderte er die Mitgliedstaaten auf, lokale Strukturen für Prävention und Mediation auszubauen. Dazu gehöre die Schulung von Personal in Menschenrechtsmonitoring, die Bereitstellung von Leitlinien für gewaltfreie Gegenmaßnahmen und die Förderung von Bildungsprogrammen, die Respekt für Vielfalt vermitteln.
Dialog, Zusammenarbeit und Inklusion
Der Plan sehe vor, den Dialog zwischen traditionellen, indigenen und politischen Akteuren zu vertiefen. Guterres betonte die Notwendigkeit, Jugend, religiöse Führer und Frauen stärker in Friedensprozesse einzubeziehen, wobei er auf die UN‑Resolution 1325 (2000) verwies, die die Rolle von Frauen in Friedens- und Sicherheitsfragen hervorhebt.
Ausblick
Der Generalsekretär schloss mit dem Hinweis, dass die Vereinten Nationen ihre Strategie gegen Hassrede weiter vorantreiben und die Global Principles for Information Integrity als Leitfaden für ein sichereres digitales Umfeld nutzen werden. Er betonte, dass die Bekämpfung von Hassrede im Einklang mit dem Schutz der Meinungsfreiheit stehen müsse.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Ăśbertragung